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Mitschjeta AG vor dem Aus

Ein Gossauer Unternehmen kündigt sein Ende an. Die Draht- und Metallwarenfabrik Mitschjeta AG hat das Konsultationsverfahren eingeleitet.
Stefan Borkert
Nach 138 Jahren endet im Mai wohl die Ära der Gossauer Mitschjeta AG. (Bild: PD)

Nach 138 Jahren endet im Mai wohl die Ära der Gossauer Mitschjeta AG. (Bild: PD)

Seine Stimme ist belegt, als Janos Mitschjeta erklärt, dass die Max Mitschjeta AG in Gossau Ende Mai die Produktion werde aufgeben müssen. Für eine erfolgreiche Weiterführung des Unternehmens seien hohe Investitionen nötig. Ausserdem fehlten auch mittelfristig die Nachfolgeoptionen.

Problematisch war die Serienfertigung. «Die Serienfertigung ist die Basis des Unternehmens», sagte gestern Janos Mitschjeta, Mitglied der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats. Die Belegschaft ist informiert worden und das Konsultationsverfahren eingeleitet. Von der Betriebsschliessung betroffen wären 40 teils langjährige Mitarbeiter der Draht- und Metallwarenfabrik mit Galvanobetrieb.

138 Jahre altes Familienunternehmen

Das 1881 im thurgauischen Islikon gegründete und seit 1930 in Gossau ansässige Familienunternehmen Max Mitschjeta AG ist auf die kundenspezifische Herstellung von Drahtartikel spezialisiert. Kombiniert mit der Blech- und Rohrverarbeitung mit interner Werkzeugmacherei und galvanischer Oberflächenveredelung zählte die Max Mitschjeta AG lange schweizweit zu den führenden Produktionsbetrieben dieser Art, heisst es in einem Communiqué. Zwar konnte sich die Firma dank Innovationen und Flexibilität auch in den letzten Jahren noch im schwierigen Marktumfeld behaupten, aber der immer grössere Wegfall von Gross- und Mittelserien und die Spezialisierung auf Sonder- und Einzelartikel habe zu grossen Umsatzrückgängen geführt.

Gleichzeitig hätten steigende Qualitätsanforderungen und die zunehmende Bürokratie einen Preisdruck verursacht, der wirtschaftlich nicht habe gedeckt werden können. Dem Verwaltungsrat sei es ein grosses Anliegen, mit allen Betroffenen das anstehende Konsultationsverfahren sorgfältig durchzuführen.

In einem Interview von «Handel heute» 2016 hatte Janos Mitschjeta noch vorsichtig optimistisch geklungen. Man sei nicht branchengebunden und für Neues immer offen. Aber er sagte auch, dass die Entwicklung schon bedenklich sei für den Standort Schweiz. Viele Grosse würden ausgelagert und viele Kleine müssten schliessen. «Eine Restproduktion wird es in der Schweiz aber immer geben. Wir sind bestrebt, dabei zu sein.»

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