Möbelhersteller
Möbelgruppe de Sede baut 30 Arbeitsplätze ab

Die Aargauer Polstermöbelgruppe de Sede AG baut im Rahmen einer Reorganisation knapp 30 Arbeitsplätze ab. Der Stellenabbau ist die Folge von Überkapazitäten,

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Produktion beim Möbelhersteller de Sede (Archiv)

Produktion beim Möbelhersteller de Sede (Archiv)

Aargauer Zeitung

Ein Sprecher des Unternehmens hat diesen Sachverhalt gegenüber der az bestätigt. Die Überkapazitäten sind im Zusammenhang mit der Übernahme der Wellis AG im Herbst 2010 entstanden: Ende September kündigte de Sede den Kauf des Designmöbel-Herstellers Wellis aus Willisau von einheimischen Investoren an.

Seither verfügt de Sede über drei Fabrikationsstandorte und will diese erklärtermassen alle weiterführen: jenen von Wellis in Willisau sowie die eigenen beiden Werke in Klingnau (de Sede) sowie im deutschen Hochstadt, wo die zur Gruppe gehörende Polstermanufaktur Machalke angesiedelt ist und produziert.

Abbau vor allem in der Produktion

Konkret hat die Führung von de Sede letzte Woche 16 Kündigungen in Hochstadt und 12 Kündigungen in Klingnau ausgesprochen. Mit dem Abbau wird das Ziel verfolgt, im Gruppenrahmen Synergien zu nutzen. Die Überlappungen betreffen in erster Linie den Bereich Polsterei, in zweiter Linie den Einkauf.

Die vorgenommene Reorganisation sei jedoch nicht einseitig mit einer Verringerung der personellen Kapazitäten gleichzusetzen, verlautete von de Sede. So wurde vor kurzem mit Blick Richtung Osteuropa der Vertrieb erweitert. Ende März 2011 zählte die ganze de-Sede-Gruppe insgesamt 482 Angestellte. Hauptaktionär von de Sede ist seit dem Jahr 2008 das grösste Schweizer Private-Equity-Unternehmen, Capvis. Bereits anno 2005 hatte Capvis die Mehrheit an Machalke erworben. (rm)