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MOBILFUNK: 5G wird noch viel schneller

5G heisst die nächste Generation des Mobilfunks, die die Swisscom nun vorantreibt. Ab 2020 sollen damit neue Anwendungen möglich werden, weil Maschinen dann in Echtzeit miteinander reden können.
Download-Tests und Messungen für das zukünftige Highspeed-Netz 5G in Zürich. (Bild: Walter Bieri/KEY)

Download-Tests und Messungen für das zukünftige Highspeed-Netz 5G in Zürich. (Bild: Walter Bieri/KEY)

Bruno Knellwolf

2G, 3G und 4G. Wer auf sein Smartphone blickt, wird, wenn er ein neueres Handy sein Ei- gen nennt, die Bezeichnung 4G auf seinem Bildschirm finden. G steht für nichts anderes als für Generation, und die Swisscom hat nun die fünfte Generation, die nächste Mobilfunkgeneration, angekündigt: 5G.

Noch allerdings läuft 5G nicht in der Schweiz, aber die Swisscom treibt die Entwicklung zu einer weiteren Beschleunigung des Datenverkehrs voran. Denn mit 5G sind Download-Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde möglich. Damit wird der Mobilfunk zehnmal schneller als dieser aktuell auf der schnellen Glasfaser möglich ist. Betrachtet man heute 4G mit 300 Megabit pro Sekunde schon als rasant, wird 5G dieses Tempo somit um ein Vielfaches übertreffen und weitere Vorteile bringen.

«5G wird künftig neben massiv mehr Geschwindigkeit, extrem niedriger Reaktionszeit auch mehr Zuverlässigkeit sowie Stabilität garantieren», sagt Armin Schädeli von der Swisscom. «Weitere Vorteile sind der deutlich tiefere Energieverbrauch im Betrieb und bei den Endgeräten. Mit 5G soll einerseits das stark steigende Datenvolumen bedient werden können, und andererseits werden neue Anwendungen möglich.»

Zum Beispiel wegen der kürzeren Reaktionszeit. Beträgt diese heute 25 bis 35 Millisekunden wird die Verzögerung mit 5G nur noch wenige Millisekunden dauern. Die Übertragung vom Sender zum Empfänger findet so beinahe in Echtzeit statt. Zudem können dank 5G deutlich mehr Geräte gleichzeitig Daten übertragen, weil die Frequenzkapazität und der Datendurchsatz erhöht werden. Mit diesem Mobilfunk-Standard, können deshalb neue Anwendungen entwickelt werden. «Neue Anwendungen werden insbesondere in den Bereichen Smart Transportation, autonomes Fahren, automatisierte Verkehrsleitsysteme, Smart Grid, Internet der Dinge und bei Virtual Reality erwartet», sagt Schädeli.

Autos kommunizieren in Echtzeit

Gut vorstellbar ist der Nutzen gerade beim autonomen Fahren. Durch die kurzen Übertragungsverzögerungen ist es möglich, dass selbstfahrende Autos beinahe in Echtzeit miteinander kommunizieren und so auf einer Kreuzung aufeinander reagieren können. Schädeli spricht auch von den Smart-Factory-Anwendungen. Dank 5G ist ein kontinuierlicher drahtloser Austausch zwischen den Maschinen einer Produktionanlage möglich.

Noch allerdings ist 5G in der Testphase. Die in der Testanwendung eingesetzte Mobilfunkbasisstation mit Antenne und zwei Endgeräten stammen aus dem 5G-Entwicklungszentrum von Ericsson in Schweden. Mit diesem 5G-Prototyp können bereits Geschwindigkeiten von bis zu zweimal 10 GBit pro Sekunde parallel im Mobilfunknetz erreicht werden. In einem Zürcher Swisscom-Shop kann zur Zeit ein Vorgeschmack auf das schnelle 5G gewonnen werden. Mit bis zu 800 Mbit/s kann mit modernen Smartphones gesurft werden. Noch in diesem Jahr wird man das auch in Städten wie St. Gallen, Luzern, Basel, Genf und Bern können. «Die Swisscom wird in zehn Schweizer Städten und 15 Swisscom-Shops Mobilfunkstandorte mit 1 GB ausrüsten.»

Ab 2020 gibt es die fünfte Generation

Im Alltag sind die hohen Download-Geschwindigkeiten von 5G noch nicht zu haben. «Wir rechnen damit, dass die Standardisierung 2019 abgeschlossen sein wird und planen, 5G ab 2020 in der Schweiz einzuführen», erklärt Armin Schädeli.

Bis dahin wird 4G weiter verbessert. «Die Geschwindigkeit und Kapazitäten werden weiter erhöht, um dem wachsenden Datenverkehr gerecht zu werden – mit Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s». Smartphones und Tablets, die das nutzen können, sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Langfristig soll diese Geschwindigkeit im ganzen Netz eingeführt werden.

Ende Feuer heisst es dagegen für die zweite Mobilfunkgeneration: die heute 24-jährige Technologie 2G, auch GSM genannt, wird per Ende 2020 abgeschaltet, um freie Frequenzen für 4G und 5G zu erhalten. Der Telekom-Anbieter Sunrise wird 2G schon im nächsten Jahr abstellen.

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