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Nach Rückschlag vor Bundesgericht: Deutsche Otto vertagt Schweizer Markteintritt

Eigentlich wollte der Hamburger Versandhändler Otto ab diesem Jahr den Schweizer Onlinemarkt aufmischen. Nach einem Streit mit dem hiesigen Discounter Otto's und einem entsprechenden Gerichtsentscheid wird daraus vorerst nichts.
Raphael Bühlmann
Der Surseer Discounter Otto's hat vor Bundesgericht gegen seinen deutschen Namensvetter Otto einen Sieg erstritten. (Bild: Alexandra Wey)

Der Surseer Discounter Otto's hat vor Bundesgericht gegen seinen deutschen Namensvetter Otto einen Sieg erstritten. (Bild: Alexandra Wey)

Der deutsche Onlinehändler Otto verschiebt seinen Schweizer Markteintritt. «Wir können in der Schweiz frühestens 2020, eher aber 2021 starten», sagte Harald Gutschi, Geschäftsführer der österreichischen Otto-Tochter Unito, die für die Otto-Geschäfte in Österreich und der Schweiz zuständig ist gegenüber der «Handelszeitung». Geplant war der Start für diesen Sommer.

Als Grund für die Verzögerung nennt der in Hamburg ansässige Online-Riese den Streit mit seinem Namensvetter Otto’s. Der Surseer Discounter wollte verhindern, dass Otto mit der Domain «www.otto-shop.ch» in die Schweiz kommt. Im Wesentlichen hatte Otto’s verlangt, der Otto Group die Tätigkeit als Detail- oder Versandhändlerin in der Schweiz unter den Marken «Otto» sowie «Otto-Versand» zu verbieten. Weiter wollte man den Deutschen untersagen, einen entsprechenden Domainnamen mit der Endung «.ch» zu benützen.

Mitte Juli hiess das Schweizer Bundesgericht die entsprechende Beschwerde teilweise gut. Für Otto sei das ärgerlich. Die Dachmarke verfüge hierzulande über grosse Bekanntheit, sagt Gutschi gegenüber der Handelszeitung weiter. Schweizer Kunden würden die Marke Otto kennen und bestellten online im Ausland: «Uns erreichen in Deutschland und Österreich jährlich Millionen von Web-Visits aus der Schweiz.»

Laut Handelszeitung muss sich Otto damit vorerst mit dem Versandgeschäft begnügen, das das Unternehmen hierzulande betreibt. «Heute sind wir in der Schweiz mit Versandmarken wie Bonprix, Ackermann, Quelle, Heine und dem Jelmoli-Versand aktiv. Wir erreichen Kunden in 1,5 Millionen Schweizer Haushalten. Zu 80 Prozent sind die Kunden weiblich», ist Gutschi in der Handelszeitung weiter zitiert. Gemäss der Zeitung setzt die Otto-Gruppe in der Schweiz rund 400 Millionen Franken um.

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