Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

In der ehemaligen Druckerei Adligenswil werden 20'000 Quadratmeter Gewerbefläche frei

Nachdem Ringier das Druckzentrum Ende 2018 stillgelegt hat, sucht der Eigentümer aus Zürich Nachmieter. Frei werden mehr als 20000 Quadratmeter zur gewerblichen Nutzung.
Raphael Bühlmann
Es werden noch Mieter gesucht: Die Wirtschaftsförderung Luzern hat Interessierte eingeladen sich in den zum Teil noch leerstehenden Räumlichkeiten der ehemaligen Druckerei in Adligenswil umzusehen.Es werden noch Mieter gesucht: Die Wirtschaftsförderung Luzern hat Interessierte eingeladen sich in den zum Teil noch leerstehenden Räumlichkeiten der ehemaligen Druckerei in Adligenswil umzusehen.
Die Druckmaschine (rechts) von unten fotografiert.Die Druckmaschine (rechts) von unten fotografiert.
40'000 Tonnen Papier wurden hier in den besten Jahren bedruckt.40'000 Tonnen Papier wurden hier in den besten Jahren bedruckt.
Druckerfarben?Druckerfarben?
Seit diesem Jahr stehen sie definitiv still, die Maschinen der einst modernsten Druckerei Europas.Seit diesem Jahr stehen sie definitiv still, die Maschinen der einst modernsten Druckerei Europas.
In der Cafeteria sind noch die Möbel drin.In der Cafeteria sind noch die Möbel drin.
Ein leer stehender Raum.Ein leer stehender Raum.
Interessierte Mieter am Rundgang.Interessierte Mieter am Rundgang.
8 Bilder

Druckerei in Adligenswil: Diese Räumlichkeiten suchen einen neuen Mieter

Es ist ruhig geworden in Adligenswil. Seit diesem Jahr stehen sie definitiv still, die Maschinen der einst modernsten Druckerei Europas. 40 000 Tonnen Papier wurden hier in den besten Jahren bedruckt. Seit dem Einzug der digitalen Medien ist alles anders und das Verlagshaus Ringier sah sich gezwungen, die Druckerei Adligenswil per Ende 2018 einzustellen. Die allermeisten der 150 Angestellten haben bereits eine neue Arbeit gefunden. Zurück bleibt das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 42000 Quadratmetern. Die Hälfte davon beanspruchte bisher Ringier.

Eigentümer der Liegenschaft ist Werner Hofmann mit seiner Tescon Immobilien AG im zürcherischen Buchs. Hofmann hat sich auf die Renovierung von Industriebrachen spezialisiert und hat bereits diverse ausgemusterte Schweizer Grossdruckereien umgestaltet. Und nun folgt Adligenswil. Mit der in Meggen domizilierten Businesspark Dietschiberg AG verwaltet Hofmann das Druckgebäude seit April 2013. Er habe vom Auszug Ringiers in den Ferien erfahren. «Das hat mich für einen Moment aus der Bahn geworfen. Aber nur für einen Moment», betont der 68-jährige Unternehmer. Unmittelbar nach der «Hiobsbotschaft» habe er sich auf die Suche nach neuen Mietern gemacht. Konkret geht es in Adligenswil darum, gut 20000 Quadratmeter Gewerbefläche neu zu vermieten. Unterstützt wird Hofmann dabei von der Luzerner Wirtschaftsförderung. Am Montagabend standen dazu die Tore der ehemaligen Druckerei für Interessenten offen. Hofmann führte dabei durch die Gänge und Räume des Gebäudekomplexes. Nebst den ­Installationen habe man in den vergangenen Jahren einiges in das Gebäude selbst investiert. Isolation, Fenster, Lüftung, Heizung usw. – während zweier Jahre habe man die Liegenschaft von Grund auf komplett erneuert. Zudem böte das Gebäude einige Besonderheiten. Etwa die Böden, die für eine aussergewöhnlich hohe Traglast von 1500 Kilogramm pro Quadratmeter ausgelegt seien. Auch der Standort mit unmittelbarer Nähe und guter Erreichbarkeit zur Stadt Luzern und zu den Autobahnzubringern sei ein Plus. Hofmann gab sich am Montag denn auch optimistisch: «Ziel ist, die Flächen bis Ende Jahr zu vermieten.»

Vor zehn Jahren noch 65 Millionen investiert

Kurt Hegele, bis dato Geschäftsführer der Ringier Print Adligenswil AG, wurde von Werner Hofmann mit dem Rückbau der Anlagen betraut. Keine leichte Aufgabe: weder logistisch noch emotional. Zum einen geht es um nicht weniger als 2000 Tonnen Stahl, die demontiert, aus dem Gebäude geschafft und entsorgt werden müssen. Zum anderen wird damit nicht nur für Kurt Hegele ein Stück «seines» Lebenswerks verschrottet. 41 Jahre arbeitete er in der Druckerei – seit Sommer 2013 als Geschäftsführer.

«Es tut verdammt weh»,

sagt Hegele. Man habe ja gewusst, dass es mit den gedruckten Zeitungen bergab gehe, dass es aber so schnell gehen würde, damit habe niemand gerechnet.

Wohl auch Ringier nicht. Das Verlagshaus investierte erst vor zehn Jahren noch 65 Millionen Franken in den Standort Adligenswil. Nun würden auch die topmodernen Anlagen wieder ausgebaut und wohl entsorgt. Es sei schwierig geworden, jemanden zu finden, der in das Printgeschäft investiere, sagt Hegele.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.