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Nationalbank baut Engagement
in Tech-Aktien aus

Nach Verkäufen in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat die Schweizerische Nationalbank im zweiten Quartal wieder US-Aktien zugekauft. Änderungen in der Anlagepolitik sind nicht auszumachen.
Balz Bruppacher
Trader William McInerney, center, works on the floor of the New York Stock Exchange, Friday, Aug. 10, 2018. Stocks are opening moderately lower on Wall Street following steeper losses in Europe, where investors worried about a sharp drop in Turkey's currency. (AP Photo/Richard Drew)

Trader William McInerney, center, works on the floor of the New York Stock Exchange, Friday, Aug. 10, 2018. Stocks are opening moderately lower on Wall Street following steeper losses in Europe, where investors worried about a sharp drop in Turkey's currency. (AP Photo/Richard Drew)

Seit fünf Jahren wird das Geheimnis über die Aktienanlagen der Nationalbank in den USA im Quartalsrhythmus gelüftet – wegen der Publizitätsvorschriften der US-Börsenaufsicht SCE. Den jüngsten Daten ist zu entnehmen, dass die SNB im zweiten Quartal dieses Jahres ihr Engagement nach einem Marschhalt in den ersten drei Monaten wieder ausgebaut hat.

Ende Juni hatte die Nationalbank Aktien von 2526 an den US-Börsen kotierten Firmen in ihrem Portefeuille. Das waren 42 Titel mehr als Ende März dieses Jahres. Der Börsenwert erhöhte sich gleichzeitig um 5,4 Milliarden auf 87,5 Milliarden Dollar. Nach aktuellen Kursen sind es laut einer Zusammenstellung der US-Technologiebörse Nasdaq sogar über 91 Milliarden Dollar.

Apple-Aktien im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar

Die Rangliste der grössten Engagements hat sich im Vergleich zur Vorperiode kaum verändert. Die Technologiekonzerne Apple, Microsoft, Amazon, Facebook und Google (Alphabet-Aktien) liegen unverändert an der Spitze, wobei die Nationalbank zwischen April und Juni ihre Aktienbestände um zwei bis dreieinhalb Prozent erhöhte. Allein die Apple-Aktien der SNB sind heute 3,5 Milliarden Dollar wert. Im Fall von Microsoft sind es 2,7 Milliarden, bei Amazon 2,6 Milliarden.

Die grössten Industrie-Engagements der Nationalbank betreffen den Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson mit 1,3 Milliarden Dollar sowie den Ölriesen Exxon Mobil mit 1,2 Milliarden Dollar. Im Berichtsquartal hat die Nationalbank ihre Beteiligungen an 32 Firmen verkauft. Gleichzeitig ergänzte sie ihr Portefeuille um 89 neue Titel.

Weder unter den Devestitionen noch unter den neuen Engagements sind international bekannte Grossfirmen. Nichts deutet also darauf hin, dass die Nationalbank ihre Anlagestrategie ändern würde. Sie ist in letzter Zeit unter zunehmenden Druck geraten. Zum einen wegen der umfangreichen Anlagen in Unternehmen der fossilen Industrie, zum anderen wegen der Beteiligungen an Rüstungskonzernen, die Atomwaffen produzieren. Letzteres will eine kürzlich eingereichte Volksinitiative der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) verbieten. Ersteres steht im Widerspruch zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens, dem die Schweiz beigetreten ist und die das Land verpflichtet, die Finanzflüsse in Zukunft klimaverträglich auszurichten.

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