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Nervosität an der Börse: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Eine Häufung von schlechten Nachrichten – insbesondere der Handelsstreit – führt an den Märkten zu heftigen Ausschlägen.
An den Aktienmärkten geht es derzeit turbulent zu und her. (Bild: Keystone)

An den Aktienmärkten geht es derzeit turbulent zu und her. (Bild: Keystone)

Nach herben Kursverlusten an den Börsen weltweit vom Mittwoch dominierte am Schweizer Aktienmarkt auch gestern die Farbe Rot. Der Schweizer Leitindex SMI stand zum Handelsschluss bei 9606 Zählern – ein Minus von 0,2 Prozent.

Was sind die Gründe für die Nervosität an den Börsen?

Kein Tag vergeht, an dem der Handelsstreit zwischen den USA und China nicht für neue Wendungen sorgt. Zusammen mit den zahlreichen weiteren politischen Krisen zwischen Rom, London und Hongkong verschärfen sich die Rezessionssorgen der Anleger und sorgen an den Börsen für Kursverluste. Der Mittwoch war der schlechteste Handelstag des Jahres an der Wall Street in New York. Gestern sorgte die Nachricht für Unruhe, dass China Gegenmassnahmen gegen die Erhebung neuer Zölle durch Präsident Trump erwägt. An der Börse schwindet der Glaube daran, dass der Handelskrieg bald vorbei ist.

Wie wahrscheinlich ist eine weltweite Rezession?

Die Angst vor einer Rezession wurde diese Woche durch eine Serie enttäuschender Konjunkturdaten aus den USA genährt. Auch die Entwicklung am US-Anleihemarkt treibt den Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn. So stieg die Rendite für kurzfristige Anleihen erstmals seit den Zeiten der Finanzkrise über diejenige von langfristigen Anleihen. Für die Ökonomen ein deutliches Anzeichen einer Rezession. Hinzu kommen schlechte Konjunkturzahlen aus China und Deutschland. Auch am Schweizer Konjunkturhimmel sind dunkle Wolken aufgezogen und sie verdichten sich. Laut Industrieverband Swissmem füllen sich die Auftragsbücher der Schweizer Unternehmen nicht mehr so schnell wie zuletzt.

Kommt damit der grosse Börsencrash?

Experten gehen nicht davon aus. Es hat sich aber gezeigt, dass die Börsen auf eine Mixtur aus schlechten Vorzeichen mit einem Rückgang reagieren. Dieser kann mehrere Wochen dauern, und die Kurse können bis zu 20 Prozent verlieren. Zudem sind die Märkte volatil. Es genügen einzelne Nachrichten, um die Indizes nach unten oder nach oben schnellen zu lassen. Es ist mit einem heissen Börsenherbst zu rechnen.

Wie sollen sich Anleger verhalten?

Die Aktienmärkte sind nach wie vor hoch bewertet. Gemäss Experten findet derzeit eine «Neubewertung» statt. Sie sind sich einig, dass es sich lohnt, Positionen zu halten und keine Abenteuer einzugehen. Antizyklische Käufe sind riskant. Die Fallhöhe bleibt hoch: Trotz den Kurskorrekturen ist der SMI seit Jahresbeginn nach wie vor 14 Prozent im Plus. (sda/rom)

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