Oensingen
Neuer Rekordertrag dank Gütertransporte

Die Oensingen-Balsthal-Bahn (OeBB) kann mit einem Rekordergebnis aufwarten: Im 2008 stiegen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr leicht um 2171 Franken auf 2,68 Mio. Franken. Der Jahresgewinn beträgt 21 000 Franken.

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OeBB

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Solothurner Zeitung

Fabian Muster

Dazu beigetragen hat vorab der Güterverkehr: Dank einem Transportauftrag der Marti Tunnelbau AG stieg der Ertrag von 294 000 auf 404 000 Franken. Ein Wermutstropfen ist das Resultat des Nostalgiebetriebes: Die Einnahmen sanken von 225 000 Franken im 2007 auf 142 000 Franken. Auch die Pensionskasse Ascoop, bei der die OeBB mit 150 weiteren Transportfirmen angeschlossen ist, kränkelt.

Für Sanierungsmassnahmen hat die OeBB Rückstellungen von 300 000 Franken gemacht. Diese konnten durch die Umwandlung von bedingt rückzahlbaren Darlehen von Bund und Kanton in einen «A-fonds-perdu-Beitrag» gebildet werden. Der OeBB-Beitrag für die Sanierung beträgt im 2008 rund 112 000 Franken. Zudem wurden die im Vorjahr getätigten Rückstellungen von 153 000 Franken für das Bauprojekt Kirchmatt aufgelöst und abgeschrieben.

Keine Ertragseinbrüche in Sicht

OeBB-Verwaltungsratspräsident Ruedi Freiermuth zeigte sich an der Aktionärsversammlung vom letzten Freitagabend in Holderbank zuversichtlich: «Für 2009 zeichnen sich keine wesentlichen Einbrüche ab, wir können auch künftig positive Abschlüsse erwarten.»

Positiv entwickelt sich der Personenverkehr: Zusammen mit dem Postautodienst wurden im 2008 rund 550 000 Personen zwischen Balsthal und Oensingen befördert. Dazu beigetragen haben die neu eingesetzte Zugkomposition sowie die Eröffnung des Umsteigebahnhofs in der Thalbrücke. Der Personalbestand wurde um eine Person auf 15 erhöht.

Beim Verwaltungsrat standen Änderungen an. Franz Portmann (Balsthal), Kurt Zimmerli (Oensingen) und Jakob Eggenschwiler (Laupersdorf) schieden nach zusammen 68 Jahren aus dem Gremium aus. Freiermuth hob besonders Portmann, der 36 Jahre für die OeBB tätig war, als «juristisches Gewissen» hervor.

Neu in den achtköpfigen Rat gewählt wurden Fabian Müller, Markus Schindelholz (beide Balsthal) sowie Thomas Schwaller (Laupersdorf). Ruedi Freiermuth und Fritz Tanner wurden für eine weitere Amtszeit bestätigt. Der Verwaltungsrat muss nach der genehmigten Statutenänderung nur noch 7 bis 9 Mitglieder und nicht wie bisher deren 9 bis 13 umfassen.

Vandalismus ein Problem

Geschäftsführer Heinz Kamber informierte am Schluss über Unerfreuliches: Der OeBB machen Zugsversprayungen und Verunreinigungen bei den Bahnhöfen zu schaffen. Die alte Haltestelle bei der Thalbrücke wird zudem demnächst abgerissen.