Medienvielfalt
Neues Berner Online-Magazin will im Juni an den Start

Der Start des geplanten Berner Online-Magazins ist finanziell gesichert. Die neue Online-Zeitung will im kommenden Juni aufs Netz. Nun sucht der Verein einen Chefredaktor.

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Das neue Berner Online-Medium will eine Kooperation mit der Basler «TagesWoche» eingehen.

Das neue Berner Online-Medium will eine Kooperation mit der Basler «TagesWoche» eingehen.

Keystone

Substantielle Zuwendungen erhielt der Verein Berner Onlinemedien von der Stiftung für Medienvielfalt in Basel, der Ursula-Wirz-Stiftung in Bern sowie von weiteren privaten Personen. Damit sei die Startphase gesichert, schreibt der der Trägerverein in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die weitere Finanzierung ist noch offen. Ziel sei es, das Projekt mittelfristig durch Mitgliederbeiträge zu finanzieren, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Verein ist überzeugt, dass eine engagierte Leserschaft auch bereit ist, für Inhalte zu bezahlen.

Kooperation mit «TagesWoche» vorgesehen

Zur Sicherung der weiteren Finanzierung bräuchte es rund 1500 Vereinsmitglieder, die einen Jahresbeitrag von 250 Franken zahlen. Seit der Lancierung des Projekts im vergangenen Herbst haben nach Angaben des Trägervereins über hundert Privatpersonen einen Startbeitrag von 500 Franken geleistet. Der Verein zählt aktuell rund 150 Personen.

Bei der technischen Umsetzung strebt der Verein eine Kooperation mit der im vergangenen Jahr lancierten «TagesWoche» in Basel an. Derzeit nicht vorgesehen sei eine redaktionelle Zusammenarbeit mit der «TagesWoche».

Suche nach Chefredaktor und Räumlichkeit

In einem nächsten Schritt soll nun die Chefredaktion besetzt werden. Diese steht einem fünfköpfigen Redaktionsteam vor, das sich 3,5 Vollzeitstellen teilt. Ebenfalls im Gang ist die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.

Das neue Magazin will zur Meinungsvielfalt in der Bundesstadt beitragen. Dem Vorstand des Trägervereins gehören unter anderem die Stadträte Urs Frieden (Grüne) und Thomas Göttin (SP) an. Im Initiativkomitee machen zahlreiche Kulturschaffende sowie Politikerinnen und Politiker aus dem links-grünen Lager mit.