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NOVEMBER: So entfliehen Sie dem Nebel

Der Spätherbst ist für seine vielen Nebel- und Regentage bekannt. Doch heuer hält sich der Kälteeinbruch ­zurück, stattdessen herrscht perfektes Wanderwetter.
Wie dieses Paar gestern in Horw wird es am Wochenende viele Sonnenhungrige in die Natur ziehen. (Bild Manuela Jans-Koch)

Wie dieses Paar gestern in Horw wird es am Wochenende viele Sonnenhungrige in die Natur ziehen. (Bild Manuela Jans-Koch)

Sonne, strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen statt Nebel und Nieselregen. Der Novemberstart verwöhnt uns mit herrlichem Herbstwetter. Der sogenannte Novemberblues, der sich zu Beginn der Wintermonate oft in unseren Köpfen festsetzt, ist noch weit, weit weg. Solche Schönwetterperioden zu Beginn des Novembers kommen laut Meteo Schweiz immer wieder vor. Sie heissen im Volksmund auch Martinisommer. Aussergewöhnlich am diesjährigen Martinisommer ist allerdings, wie lange das sonnige und milde Wetter anhält.

Und die gute Nachricht: Das tolle Wetter bleibt uns auch übers ­kommende Wochenende erhalten. Vereinzelt wird es zwar Nebel geben, doch da er tief liegt (siehe Grafik rechts) dürfte er sich im Verlaufe des Tages überall auflösen. Das erste Frösteln im November wird uns auf jeden Fall noch erspart bleiben.

Unzählige Ausflugsziele

Mit perfekter Fernsicht in den Bergen, wolkenlosem Himmel und teils sehr milder Luft kommen alle Wanderfans auf ihre Rechnung – es herrscht dieser Tage das perfekte Wanderwetter. Dabei hat die Zentralschweiz unzählige Ausflugsziele zu bieten. Unten finden Sie vier Beispiele, wie Sie einen Tag an der Sonne oder – falls er dann in den nächsten Wochen doch noch kommen sollte – über dem Nebel geniessen können. Damit der Ausflug in die Höhe nicht zum Frust wird, lohnt es sich, sich vorgängig zu informieren, ob die Bahn überhaupt noch fährt. Die eine oder andere Bahn hat ihren Betrieb zwecks Revisionsarbeiten eingestellt.

Wer nicht in die Höhe fahren will, der findet mit Sicherheit auch bei einem Herbstausflug in den Niederungen viel Freude. Ein Spaziergang im farbigen Herbstwald zum Beispiel ist eine ebenbürtige Alternative zur Bergwanderung.

Lesen Sie morgen: Zehn Gründe für einen tollen November.

Roman Schenkel

Hinweis: Zahlreiche Webcams von Ausflugszielen in der Zentralschweiz finden Sie unter www.luzernerzeitung.ch/webcams

1186 m ü. M. - Weitsicht bis nach Zürich

Gottschalkenberg (ZG) sh. Diesen Juni wurde sie eröffnet: die Aussichtsplattform Bellevue am Gottschalkenberg im Kanton Zug. Seit es sie gibt, erfreut sie viele Wanderer, Familien – Einheimische wie Touristen. Und das sogar im Nebel. Denn schon der Aufstieg zur Plattform, ausgehend vom Restaurant Raten, ist eine schöne Sache. Immer wieder geht es durch den Wald und auch am sogenannten Klimaweg entlang. Der macht vor allem Kindern Spass: Mitten zwischen Fichten und Tannen warten ein Labyrinth oder eine riesige Wippe auf diese. Hat man das Labyrinth des Klimawegs erreicht, sind es nur noch ein paar Meter über die grüne Wiese: Und siehe da, die mandelförmige und 50 Quadratmeter umfassende Plattform namens Bellevue lacht einem entgegen. Dem Besucher bietet sich ein fantastisches Panorama – der Zürichsee erstreckt sich zwischen der Zimmerberg- und Pfannenstielkette. Ganz in der Nähe sieht man das Dorf Hütten, und in der Ferne ist die Stadt Zürich deutlich zu erkennen.

1860 m ü. M. - Auf Schatzsuche mit Globi

Brunni (OW) mg. Unter den vielen schönen Orten in Engelberg mag ich das Brunni besonders. Die Vielseitigkeit des Gebiets fasziniert mich: Oben starten Gleitschirmflieger ins Tal, unten kommen gerade Wanderer mit schweren Waden vom Walenpfad an, und in der Mitte spielen Kinder auf dem schmucken Spielplatz. Dann gäbe es auch noch Klettersteige, einen Barfusspfad um einen herzförmigen See und vieles mehr. Das meiste kann man mit leichten Wanderungen kombinieren. Für Familien gibt es noch die Globi-Schatzsuche, und wer dann noch Kraft hat, kann auch einfach ins Tal runterlaufen. Was man ebenfalls nicht unterschätzen darf: Fast in allen Restaurants im Gebiet kann man Orangenmost trinken. Eigentlich das einzige Getränk neben einem kalten Bier, das gewisse Wanderstrapazen rasch vergessen lässt. Nach der Rückfahrt ins Tal lohnt es sich, in der Klosterkäserei noch rasch feinen Raclettekäse zu holen. Den kann man dann daheim in der Nebelsuppe essen und ein bisschen an die Sonne denken. Schmeckt dann noch ein bisschen besser.

1080 m ü. M. - Die Urner Sonnenterrasse

Haldi (UR) zf. Wenn der Urner Talkessel im Nebel versinkt, lohnt sich ein Abstecher aufs Haldi oberhalb von Schattdorf. Die Urner Sonnenterrasse ist bei jeder Jahreszeit und mit jedem Fitnessgrad erreichbar. Wer es sportlich mag, nimmt die 600 Höhenmeter zu Fuss oder mit dem Mountainbike auf sich. Wanderer legen die Strecke in rund eineinhalb Stunden zurück. Für weniger anstrengende Ausflüge steht auch die Luftseilbahn Schattdorf–Haldi zur Verfügung, welche die Gäste in gerade mal 5 Minuten auf das Hochplateau bringt. Oben angekommen stehen den Ausflugslustigen mehrere Gastrobetriebe zur Verfügung. Das Haldi ist einerseits Ausgangspunkt für Ganztageswanderungen, aber auch für Spaziergänge. Die 1932 erbaute Haldi-Kapelle liegt an einem besonders schönen Aussichtspunkt und ist in rund 20 Minuten von der Haldi-Bergstation aus erreichbar. Eine angenehme Rundwanderung führt zu einem Picknick- und Spielplatz direkt am Bach, wo sich die ganze Familie wohl fühlt.

1923 m ü. M. - Candle Light und Fallschirmsprung

Niederbauen (NW) om. Den vielen Reisenden, die tagtäglich auf der A-2-Nord-Südachse durch den Seelisbergtunnel fahren, dürfte kaum bewusst sein, dass rund 1400 Meter oberhalb von ihren Köpfen gerade ein kleines, aber feines Ausflugsziel vorbeizieht. Früher galt der auf knapp 2000 Metern über Meer gelegene Niederbauen tatsächlich als Geheimtipp. Doch längst hat sich herumgesprochen, dass der Berg oberhalb der höchstgelegenen Nidwaldner Gemeinde Emmetten einiges zu bieten hat. Die Küche im Berggasthaus, das sich gleich bei der Bergstation der Luftseilbahn befindet, geniesst einen hervorragenden Ruf und mit Events wie Candle-Light-Dinner gibt es auch Angebote für ganz spezielle Momente. An warmen Tagen wird der Niederbauen von Fallschirmspringern geradezu gestürmt, was bei der Aussicht auf den Vierwaldstättersee nicht weiter verwundert. Wanderer mit Interesse an der Tierwelt kommen ebenfalls auf ihre Kosten, etwa auf dem Wildbeobachtungspfad, der auf einen anderen bekannten Nidwaldner Berg führt, die Klewenalp.

Nebelgrenzen (Bild: Grafik: lsi)

Nebelgrenzen (Bild: Grafik: lsi)

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