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Nummer 2 der Privatkliniken ist auf Expansionskurs

Wie Branchenleader Hirslanden Schweiz macht sich die Aevis-Victoria-Tochter SMN fit für die Zukunft. Unter anderem für den finalen Kampf um die letzten 20 unabhängigen Privatkliniken in der Schweiz.
Balz Bruder
Im Markt für Privatkliniken bringen sich die Akteure in Stellung. (Bild: Gaetan Bally/Keystone, 23. August 2016)

Im Markt für Privatkliniken bringen sich die Akteure in Stellung. (Bild: Gaetan Bally/Keystone, 23. August 2016)

Der Schweizer Privatspital-Markt ist heftig in Bewegung. Der zunehmende regulatorische und tarifliche Druck schlägt sich zum einen in Fitnessprogrammen, zum andern in Umstrukturierungen nieder. Beispiele dafür sind das Effizienzpaket von Branchenprimus Hirslanden Schweiz, das im Nachgang zur 850 Millionen Franken schweren Wertberichtigung des südafrikanischen Eigentümers Mediclinic auf den Weg gebracht wurde, oder das Kostensenkungsprogramm, das sich die Nummer zwei im Markt, Swiss Medical Network (SMN), verordnet hat.

Und das Umrüsten geht weiter. Die Privatspitalgruppe SMN, die 17 Kliniken betreibt, hat sich ein neues Rechtskleid verpasst. Erstens wurden verschiedene kleinere Kliniken durch die Clinique Générale Ste-Anne SA übernommen und unter dem Dach der SMN Hospitals SA zusammengeführt. Zweitens sind jene Häuser der Gruppe, die über kantonale Leistungsaufträge verfügen, Teil derselben juristischen Einheit geworden. Drittens werden die Tochtergesellschaften von SMN – inklusive GSMN Suisse SA – neu von identisch besetzten Verwaltungsräten geführt.

Viele Politiker dabei

Wie Raymond Loretan, Präsident der SMN-Holding, auf Anfrage sagt, bietet die neue Organisation die Chance, die Exper­tise in Medizin, Politik und Management durch die Zusammenführung der bisher regional tätigen Verwaltungsräte zu stärken. Auffällig dabei: Die Politiker sind nach wie vor sehr präsent. Die Liste reicht von alt Bundesrat Joseph Deiss über den ehemaligen Basler Gesundheitsdirektor Carlo Conti bis zu den Nationalräten Viola Amherd (CVP/VS), Philippe Bauer (FDP/NE), Ruth Humbel (CVP/AG) und Laurent Wehrli (FDP/VD). Ganz abgesehen davon, dass im VR der Holding mit alt Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold und Ex-FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli weitere Schwergewichte sitzen.

Auch wenn die vor allem in der West- und Nordwestschweiz tätige SMN – Tochter der Aevis Victoria SA – jüngst im Kampf um die deutsche Paracelsus-Gruppe gegen die Beteiligungsgesellschaft Porterhouse den Kürzeren gezogen hat, stehen die Zeichen auf Expansion. «Wir wollen unser Portfolio in den kommenden Jahren auf 20 bis 25 erhöhen», sagt Loretan. Er schliesst dabei nicht aus, dass es im Rahmen von Public Private Partnership (PPP) zu Kooperationen mit öffentlichen Spitälern kommen könnte. Denn unabhängige Privatkliniken gibt es hierzulande nur noch deren 20.

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