Aargau
«Nur» 260 Franken Schulden pro Aargauer

Endlich eine gute Nachricht: Die Aargauer Gemeinden sind weniger verschuldet. Im Jahr 2008 konnte die Verschuldung gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 260 Franken pro Einwohner gesenkt werden.

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Im Detail betrachtet ergeben sich jedoch grosse Unterschiede zwischen einzelnen Gemeinden und Regionen, wie das Departement für Finanzen und Ressourcen mitteilt.

Die Nettoverschuldung der Aargauer Gemeinden sank innerhalb eines Jahres um weitere 16,7 Prozent auf 155 Millionen Franken. Von den 229 Gemeinden hatten 82 Gemeinden keine Nettoschulden und weitere 11 lagen ebenfalls noch unter dem Durchschnittswert von 260 Franken pro Einwohner.

Der Verwaltungsaufwand sämtlicher Gemeinden im Kanton Aargau belief sich im Jahre 2008 auf 1995,5 Millionen Franken oder 3346 Franken pro Einwohner.

Mit Berücksichtigung von Passivzinsen, Abschreibungen, Finanzausgleich und Ertragsüberschüssen erreichte der Gesamtaufwand 2536,8 Millionen Franken (4253 Franken pro Einwohner).

Von den 229 Gemeinden wiesen im Jahr 2008 deren 146 einen Finanzierungsüberschuss von zusammen 126,6 Millionen Franken oder 405 Franken pro Einwohner aus. Die übrigen 83 Gemeinden hatten einen Fehlbetrag von zusammen 132,2 Millionen Franken oder 466 Franken pro Einwohner zu verzeichnen. Insgesamt resultierte somit ein Finanzierungsfehlbetrag von 5,6 Millionen Franken oder Fr. 9.45 pro Einwohner (Vorjahr: Finanzierungsüberschuss von 22,6 Millionen Franken bzw. Fr. 38.60 pro Einwohner).

Das Heft 196 "Gemeindefinanzstatistik 2008" umfasst 108 Seiten und kann beim Statistischen Amt in Aarau bestellt werden (25 Franken). www.ag.ch/staag -> Bestellung