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OBWALDNER KANTONALBANK: Bruttogewinn steigt auf 30,54 Millionen Franken

Die Obwaldner Kantonalbank erzielt 2017 ein Rekordergebnis. Dies trotz harzendem Zinsgeschäft und neuer Konkurrenz auf dem Hypothekenmarkt. Möglich ist dies dank steigendem Umsatz im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.
Raphael Bühlmann
Die Führung der Obwaldner Kantonalbank, von links nach rechts: Direktor Bruno Thürig, Präsident Daniel Dillier und der stellvertretende Direktor Hans-Ruedi Durrer. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 20. Februar 2018))

Die Führung der Obwaldner Kantonalbank, von links nach rechts: Direktor Bruno Thürig, Präsident Daniel Dillier und der stellvertretende Direktor Hans-Ruedi Durrer. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 20. Februar 2018))

Raphael Bühlmann

«Wir sind sehr zufrieden.» Mit breiter Brust konnte Daniel Dillier gestern in Sarnen die Jahreszahlen der Obwaldner Kantonalbank (OKB) bekanntgeben. Die Euphorie des Bankratspräsidenten schien dabei durchaus angebracht. Erstmals seit ihrem Bestehen knackte der Bruttoerfolg der OKB die Marke von 60 Millionen Franken. Der Bruttogewinn stieg um 2,3 Prozent auf 30,54 Millionen. Noch stärker, um gut 5 Prozent auf 2,84 Milliarden Franken, nahmen die effektiven Kundengelder zu.

«Das Vertrauen ist das höchste Gut unserer Bank», kommentiert OKB-Direktor Bruno Thürig das erfreuliche Ergebnis am provisorischen Hauptsitz. Vertrauen, das die Kunden der OKB auch bei deren Kerngeschäft entgegenzubringen scheinen. Fast 3,12 Milliarden Franken Hypothekarforderungen weist die Bank per Ende 2017 aus. Die Zunahme von 2,6 Prozent erzielten die Obwaldner dabei in einem immer härter umkämpften Markt. Denn auch in den Urkantonen spürt man immer mehr den Atem der Konkurrenz im Nacken.

Kanton erhält knapp 10 Millionen Franken

Durch den wegen tiefer Zinsen verursachten Anlagenotstand drängen nämlich auch immer mehr institutionelle Anleger ins Sarneraatal. Auch hier will die OKB den Trumpf des persönlichen Kontakts und der individuellen Beratung spielen. «Wir kennen den lokalen Immobilienmarkt. Insbesondere bei der Erstfinanzierung oder bei Umnutzungen oder Sanierungen haben wir ein entsprechend breites Know-how», erklärt der stellvertretende OKB-Direktor Hans-Ruedi Durrer. Direktor Thürig ergänzt zudem, dass es sich bei über einem Drittel der Kredite um kommerzielle Finanzierungen handle, wo ebenfalls lokalspezifisches Wissen gefragt sei. Unbestritten aber sei, dass der Druck zunehmen werde – insbesondere wenn das Zinsniveau so tief bleiben werde.

Insgesamt stellt die OKB allerdings noch immer steigende Preise auf dem Immobilienmarkt fest. Insbesondere Einfamilienhäuser seien gefragt. «Bei Eigentumswohnungen ist der Preis­anstieg hingegen etwas abgeflacht», so Durrer. Die Quote der leer stehenden Wohnungen sei zwar leicht höher als im Vorjahr, liege aber nach wie vor unter dem guten Wert von einem Prozent.

Gestiegen ist bei der Obwaldner Kantonalbank im vergangenen Geschäftsjahr der Geschäftsaufwand und im Speziellen der Personalaufwand. Mit 157 Mitarbeitern waren 7 Personen mehr für die Bank tätig als im Vorjahr. Dies sei aber nur die halbe Wahrheit des gestiegenen Personalaufwands. «Die Anforderungen in Bezug auf Regulatorien oder technisches Verständnis sind heute viel höher», erklärt Direktor Thürig. Das Personal sei entsprechend zu schulen. Ein Aufwand, der für die OKB aber nötig sei, wolle man den Spagat zwischen Digitalisierung und Kundennähe schaffen. Denn ein erklärtes Ziel der Bank ist es, sich in Zukunft möglichst agil in einem dynamisch entwickelten Markt behaupten zu können.

Unter dem Strich gilt es aber festzuhalten, dass die OKB effizient zu arbeiten scheint. Oder wie es Bankratspräsident Dillier gestern ausdrückte: «Wir haben die Kosten im Griff.» Die Cost-Income-Ratio, also der Geschäftsaufwand im Verhältnis zum Bruttoerfolg, ist mit 49,13 Prozent im brancheninternen Vergleich ein sehr guter Wert. In der Erfolgsrechnung sticht bei der OKB in erster Linie das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Plus von 14 Prozent hervor. Dies bei einem praktisch gleich gebliebenen Zinsgeschäft.

Vom erzielten Gewinn wird die Bank fast 10 Millionen Franken dem Kanton überweisen, 2,34 Millionen als Abgeltung für die Staatsgarantie sowie weitere 7,48 Millionen als Gewinnanteil. Letzteres entspricht einer Steigerung der Dividende von 2 Prozentpunkten, von 32 auf 34 Prozent. Das ist ein Plus von 2 Franken pro Partizipationsschein. Des Weiteren dürfte sich die Kantonalbank mit einem solchen Ergebnis auch weiter bei loka- len Projekten durch Sponsoring und Beiträge engagieren. Derzeit bestehen rund 50 Partnerschaften, welche die OKB 2017 mit 600 000 Franken unterstützte.

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