Partners Group: Frauenpower muss von oben kommen

Wirtschaftsredaktor Daniel Zulauf über den Anteil weiblicher Führungskräfte bei der Private-Equity-Firma Partners Group.

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Daniel Zulauf

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Die Private-Equity-Firma Partners Group ist eben erst zwanzig geworden. In diesem Alter ist es natürlich Pflicht, modern zu sein. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft im vorliegenden Fall eine offenkundige Lücke.

«Diversity» und geschlechtliche Gleichberechtigung werden bei Partners Group nur im Geschäftsbericht gross geschrieben. In der 14-köpfigen Geschäftsleitung sitzt gerade einmal eine Frau. Die Quote entspricht zwar exakt der durchschnittlichen weiblichen Vertretung in den operativen Führungsorganen der 100 grössten Firmen in der Schweiz. Aber darauf sollten sich die Finanzleute aus Zug besser nichts einbilden. In puncto «Diversity» kann sich unser Land besser mit Marokko als mit anderen westlichen Industrieländern vergleichen.

Erstaunlich ist die schlechte Durchmischung der Partners-Group-Führung auch vor dem Hintergrund des tiefen Durchschnittsalters in der rund 1000-köpfigen Belegschaft. Dieses liegt etwa bei Mitte 30 und davon sind etwa 40 Prozent weiblich. Aber wenn in der Chefetage lauter ältere Herren sitzen, kann sich die Frauenpower offensichtlich nicht entfalten.

Daniel Zulauf