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Kommentar

Gewerkschaften begehen Tag der Arbeit: Partnerschaft ist gefordert

Die moderne Arbeitswelt verändert sich mit unglaublich hohem Tempo. Damit kaum Schritt halten können die über Jahrzehnte gewachsenen Organisationen der Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Daniel Zulauf

Gewerkschaftliche Kampfparolen gehören zum Tag der Arbeit wie das «Vater unser» in die sonntägliche Messe. Doch in einer Welt der zunehmenden Individualisierung reichen Rituale nicht mehr aus. Das wissen Arbeitgeber ebenso gut wie Arbeitnehmer. Beiden Seiten laufen Mitglieder davon. Sie werden bedrängt von einer Vielzahl von Veränderungen, auf die es mit geeigneten Antworten zu reagieren gilt. Doch auf der Suche nach Antworten erweisen sich die Erfolgsrezepte von einst als wenig hilfreich. Gefragt sind Ansätze, die den kollektiven Nutzen und den tieferen Sinn in den Vordergrund stellen.

Im Fall der Sozialpartnerschaft ist dies die Notwendigkeit flexible Lösungen hervorzubringen. Das ist der Schweiz bisher hervorragend gelungen. Der Übergang von der Basler Grosschemie zur hochspezialisierten Pharmaindustrie ist so geräuscharm über die Bühne gegangen wie der aktuelle Umbau der Finanzbranche. Die Fortführung dieser Erfolgsgeschichte wird in Zeiten der zunehmenden Automatisierung nicht einfacher. Aber die Notwendigkeit dafür wird immer dringlicher. Der 1. Mai kann ein Tag der Rituale bleiben. Aber im Alltag muss der zielorientierte Dialog zwischen den Sozialpartnern wieder die Agenda bestimmen. Davon haben wir in den vergangenen Jahren zu wenig gesehen.

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