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Pepsi will Sodastream kaufen

Der US-Getränkeriese PepsiCo will mit der Übernahme des israelischen Sprudelgeräte-Herstellers Sodastream eine Alternative zum schwächelnden Hauptgeschäft mit zuckerhaltigen Softdrinks erschliessen. Das Schweizer Geschäft von Sodastream mit Sitz in Hünenberg läuft derzeit sehr gut.
Sodastream-Schweiz-Chef Thomas Cantaro am Länderhauptsitz in Hünenberg. (Bild: Werner Schelbert, 4. Januar 2018)

Sodastream-Schweiz-Chef Thomas Cantaro am Länderhauptsitz in Hünenberg. (Bild: Werner Schelbert, 4. Januar 2018)

Der US-Getränkeriese PepsiCo plant die Übernahme des israelischen Sprudelgeräte-Herstellers Sodastream. Pepsi bietet 144 Dollar je Aktie in bar, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Damit würde sich insgesamt ein Kaufpreis von etwa 3,2 Milliarden Dollar ergeben.

Sodastream ist vor allem für seine Trinkwassersprudelgeräte für den heimischen Gebrauch bekannt. Beim Sodastream-System wird eine spezielle Flasche mit Leitungswasser gefüllt und in ein Gerät gesteckt. Knopf drücken – und das Wasser perlt. Die Kohlensäure kommt aus einem CO2-Zylinder. Ist dieser leer, muss nachgekauft werden.

Für Pepsi wäre dies eine ganz neue Absatznische. Pepsis scheidende Vorstandschefin Indra Nooyi ist bereit, für den Zukauf tief in die Tasche zu greifen: Das unterbreitete Angebot entspricht einem 32-prozentigen Aufschlag auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 Tage und liegt rund 11 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag.

Grosses Wachstum in der Schweiz

Bei Sodastream liefen die Geschäfte zuletzt rund: Im zweiten Quartal kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um fast einen Drittel auf 171,5 Millionen Dollar. Besonders kräftig legten die Verkäufe in Westeuropa zu, hier stieg der Umsatz – insbesondere dank starker Nachfrage in Deutschland und Frankreich – um gut 42 Prozent.

Der Sitz der Sodastream Switzerland AG befindet sich in Hünenberg. Sodastream-Schweiz-Chef Thomas Cantaro sagte Anfang Jahr gegenüber unserer Zeitung, dass der Umsatz von Sodastream in der Schweiz seit 2013 jährlich zweistellig gewachsen ist. In der gleichen Zeitspanne habe sich die Zahl der verkauften Geräte mehr als verdoppelt. Gemäss Länderchef Cantaro war 2017 das beste Geschäftsjahr seit der Gründung vor knapp 25 Jahren. Genaue Umsatz- oder Gewinnzahlen gibt Sodastream Schweiz nicht bekannt.

Pepsi kämpft wie der US-Erzrivale Coca-Cola schon länger mit einer Flaute im Kerngeschäft mit kalorienreichen Softdrinks. Zwar hat das Unternehmen mit Knabbergebäck wie Kartoffel- und Tortilla-Chips der Marken Cheetos oder Doritos und den Frühstücksflocken Quaker Oats bereits ein gutes Gegengewicht. Doch sprudelndes Mineralwasser entwickelt sich in den USA immer mehr zum Verkaufsschlager, sodass der Neuerwerb gut in die Produktpalette passen könnte. (sda/mim)

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