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PERLEN: Hohe Altpapierpreise machen der CPH in Perlen zu schaffen

Die CPH-Gruppe hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 5,5 Prozent gesteigert. In den Sparten Chemie und Verpackung läuft es gut. Spielverderber sind die Rohstoffkosten.
Peter Schildknecht, CEO der CPH, in der Lagerhalle der Produktion. Er will bis Ende Jahr das Unternehmen zu einem ausgeglichenen Betriebsergebnis führen. (Bild: Dominik Wunderlin (Perlen, 15. März 2017))

Peter Schildknecht, CEO der CPH, in der Lagerhalle der Produktion. Er will bis Ende Jahr das Unternehmen zu einem ausgeglichenen Betriebsergebnis führen. (Bild: Dominik Wunderlin (Perlen, 15. März 2017))

Rainer Rickenbach

Alle Geschäftsbereiche der CPH Chemie und Papier Holding hätten im ersten halben Jahr zum Umsatzwachstum beigetragen, sagt CEO Peter Schildknecht. Das Perler Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Papier, Verpackungen und Chemie tätig. Es steigerte den Gruppenumsatz von Januar bis Juni um 5,5 Prozent auf 231,7 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn indes schmolz um über 80 Prozent auf 1,1 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust von 2,2 Millionen Franken (Vorjahresperiode: –2,6 Millionen Franken).

«Die gruppenweit umgesetzten Massnahmen zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Kosten wurden im wesentlichen durch höhere Rohstoffpreise zunichtegemacht», erklärt Schildknecht, warum es trotz grosser Anstrengungen auch dieses Jahr in den ersten sechs Monaten unter dem Strich nicht für einen Reingewinn gereicht hat.

In der Papiersparte, auf die mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes entfällt, legte CPH um 5,1 Prozent zu. Der Markt für Pressepapier bröckelt weiter, die Nachfrage sank in Europa um 6 Prozent, und der Preisdruck hält an. Trotzdem verkaufte das Unternehmen mehr Papier als noch vor einem Jahr. Weil aber die Altpapierpreise steigen und die Bestellungen für hochwertige Papiere rückläufig sind, schloss diese Sparte mit einem Betriebsverlust von 6 Millionen Franken ab. Vor einem Jahr summierte sich der Verlust auf 0,9 Millionen Franken. In dieser Sparte waren in Perlen im Frühling 346 Mitarbeitende beschäftigt.

Chemiesparte mit Gewinnsprung

Das stärkste Wachstum gelang dem Bereich Chemie. In dieser Sparte stellen die 280 Mitarbeitenden Industrie-Molekularsiebe und Produkte für die Pharmaindustrie her. Die Produktionsstandorte befinden sich in den USA, in China und bald auch in Rüti ZH. Ende Jahr wird auch das neue Werk in Bosnien-Herzegowina fertigerstellt sein.

Chemie steigerte den Umsatz um 8,7 Prozent und vervierfachte beinahe den Betriebsgewinn auf 1,9 Millionen Franken. Gut schneidet auch der Bereich Verpackung ab. Abnehmer ist die Pharmaindustrie. Die Standorte sind in Perlen, Deutschland, ­China und in den USA. In diesem Geschäftszweig sind 350 Personen beschäftigt, 153 davon in Perlen. Verpackung steigerte den Umsatz um 4,7 Prozent. Das ­Betriebsergebnis beträgt 5,5 Millionen Franken, über 10 Prozent weniger als im Vorjahr.

CEO Peter Schildknecht geht davon aus, dass die Umsätze über das gesamte Geschäftsjahr betrachtet steigen. Dem erfreulichen Ergebnissen in den Bereichen Chemie und Verpackung stehe die anhaltend angespannte Lage an den Papiermärkten gegenüber, sagt er. «Operativ strebt die CPH-Gruppe in diesem Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis an. Das Nettoergebnis sollte dank ausserordentlicher Immobilienerträge positiv ausfallen.» Der Kurs der CPH-Aktie gab gestern an der Börse um 1 Prozent nach.

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