Pfeffikon
Corona setzt dem Zigarrengeschäft von Villiger zu

Die Villiger-Gruppe spürt vor allem, dass weniger geflogen wird.

Merken
Drucken
Teilen

(uhg/mim) Die Villiger-Gruppe mit Sitz in Pfeffikon ist sehr zurückhaltend bei der Publikation von Zahlen. Heinrich Villiger (90) verrät nur, dass das Unternehmen weltweit rund 1600 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Franken erwirtschaftet. Ob es Gewinn macht oder nicht, ist Geheimsache.

Jetzt gab es wenigstens eine Wasserstandsmeldung über den Geschäftsgang im letzten Jahr. «Absatzverluste gab es bei der Villiger-Gruppe im internationalen Duty-Free-Geschäft wegen des Einbruchs beim internationalen Flugverkehr», steht in einer Medienmitteilung. «Diese Verluste konnten teilweise durch gesteigerte Verkäufe im konventionellen Einzelhandel kompensiert werden, da in den meisten Ländern die Tabakwarengeschäfte als Folge der Coronapandemie nicht geschlossen wurden.» Positiv entwickle sich das weltweite Geschäft mit handgerollten Zigarren aus der Karibik und aus Zentralamerika. Besonders zu nennen seien die Herkunftsländer Kuba, die Dominikanische Republik, Nicaragua und Honduras. Villiger ist am Importgeschäft aus allen diesen Ländern über Joint-Ventures und Direkt-Importe beteiligt und hat eine eigene Manufaktur in der Tabakanbauzone des Gliedstaates Bahia in Brasilien. Ein zweiter Fabrikationsbetrieb in Nicaragua befindet sich aktuell im Bau.