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PHARMA: Novartis poliert Alcon

Novartis hat im ersten Quartal 2017 beim Umsatz einen leichten und beim Gewinn einen deutlichen Rückgang verbuchen müssen. Begründet wird dies mit höheren Ausgaben.
Daniel Zulauf
Novartis hat 2017 einen schwachen Start hingelegt. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone (Basel, 30. März 2017))

Novartis hat 2017 einen schwachen Start hingelegt. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone (Basel, 30. März 2017))

Daniel Zulauf

daniel.zulauf@luzernerzeitung.ch

Novartis hat die Investoren­gemeinde offensichtlich gut auf einen schwachen Start ins neue Geschäftsjahr vorbereitet. Obwohl der Basler Pharmakonzern in den ersten drei Monaten 2017 mit knapp 1,7 Milliarden Dollar rund 17 Prozent weniger verdiente als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, hat der Aktienkurs 2,5 Prozent zugelegt und den Papieren zum Sprung über die Marke von 75 Franken verholfen. «Wir haben immer gesagt, dass das erste Quartal voraussichtlich der Tiefpunkt des Jahres sein werde», sagte Konzernchef Joseph Jimenez im Webcast.

Mit Blick auf die Umsatzentwicklung sprach der Amerikaner sogar von einer «soliden» Performance des Konzerns. Novartis weist für den Berichtsabschnitt zwar einen Rückgang der Verkäufe um 1 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar aus, doch unter Ausklammerung negativer Wechselkurseffekte ist der Umsatz immerhin um 2 Prozent gestiegen. Das ist in der Tat keine schlechte Leistung, wenn man bedenkt, dass Novartis die ­anhaltende Umsatzerosion des Leukämiepräparates Glivec kom­pensieren musste. Die einstige Wunderpille spielte im Dreimonatsabschnitt noch 544 Millionen Dollar in die Novartis-Kasse – 290 Millionen Dollar weniger als vor Jahresfrist, als der Patentschutz teilweise noch gegolten hatte.

Die an preisgünstige Kopien der Konkurrenz verlorenen Glivec-Einnahmen konnte Novartis aber durch steigende Verkäufe neuer Medikamente kompensieren. So hat der Dreimonatsumsatz von Consentyx, einem Präparat zur Behandlung von Schuppenflechte, im Vorjahresvergleich von 176 Millionen Dollar auf 410 Millionen Dollar zugenommen. Den höchsten Umsatz erzielt inzwischen Gilenya, ein Präparat zur Behandlung multipler Skle­rose. Entresto, die neue Pille zur Behandlung von Herzinsuffizienz, von der sich Novartis ursprünglich einen schnellen und spektakulären Erfolg versprochen hatte, scheint sich inzwischen zwar besser zu verkaufen. Aber ein Dreimonatsumsatz von 84 Millionen Dollar ist noch lange nicht das, was man sich in Basel von dieser Erfindung versprochen hatte.

Ein Problembereich bleibt die Augenheilsparte, die im Berichtsabschnitt zwar einen kleinen Umsatzzuwachs zu konstanten Wechselkursen um 1 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar vorweisen und damit eine längere Phase der Kontraktion hinter sich lassen konnte. Doch die Sparte operiert weiter in den roten Zahlen und muss im Hinblick auf einen möglichen Verkauf oder eine Verselbstständigung via Börsengang noch kräftig zulegen. Zwar will ­Jimenez in den vorliegenden Zah­len bereits eine neue Wachstumsphase erkennen. In diesem Urteil dürfte allerdings auch einiges an Zweckoptimismus enthalten sein, schliesslich will Novartis bis Ende Jahr entscheiden, wie sie mit ihrer vor sieben Jahren für teures Geld eingekauften Augenheildivision weiter verfahren will.

Nicht nur Alcon muss sich die erhofften weiteren Erfolge an der Verkaufsfront durch Investitionen zuerst verdienen. Im Berichtsabschnitt hat Novartis die Marketingausgaben um hohe neun Prozent gesteigert, um die Lancierung der neuen Produkte anzukurbeln. Das hat der Rentabilität des Konzerns sichtlich zugesetzt. Auch der 200 Millionen Dollar teure Abbruch eines Entwicklungsprojektes wirkt sichtbar nach.

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