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PHARMA: Novartis will Roche-Beteiligung nicht verkaufen

Über den Verkauf der Roche-Aktien durch den Pharmariesen wird seit längerem spekuliert. Nun hat Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt dieser Idee vorerst eine Absage erteilt.
Einblick in den Novartis Campus in Basel. (Bild: Pius Amrein (Basel, 27. November 2014))

Einblick in den Novartis Campus in Basel. (Bild: Pius Amrein (Basel, 27. November 2014))

Der Basler Pharmakonzern Novartis will seine Beteiligung am Lokalrivalen Roche nun doch nicht verkaufen. Dies sagte Novartis-Präsident Jörg Reinhardt gestern in einem Interview mit der «Handelszeitung». Wörtlich sagte Reinhardt: «Die Sprach­regelung ist immer noch die gleiche. Die 33,3 Prozent an Roche sind eine finanzielle Investition mit einer gewissen strategischen Komponente. Wir sind sehr zufrieden, wie sich das entwickelt hat in den letzten Jahren.»

Im April des vergangenen Jahres hatte die «Sonntagszeitung» unter Verweis auf Quellen im Verwaltungsrat berichtet, ­Novartis prüfe mit höchster Priorität den Verkauf ihrer Roche-­Beteiligung, welche der ehemalige Novartis-Chef Daniel Vasella vor 16 Jahren erworben hatte. Gestern erklärte Reinhardt in dem Interview: «Wir haben damals gesagt, dass wir prüfen würden, ob es sinnvoll sei, zu verkaufen. Wir sind dann zum Schluss gekommen, dass dies nicht der Fall ist. Es hat keinen Entscheid gegeben, den Verkauf aktiv anzugehen. Daran hat sich auch nichts geändert.»

An der Börse warfen die Aussagen des Novartis-Präsidenten keine Wellen. Während die Novartis-Aktien um 0,18 Prozent auf 83,95 Franken zulegten, ­gaben die Inhabervaloren von Roche 0,16 Prozent auf 247,4 Franken nach.

Schwierige Platzierung

Im April 2016 waren die Marktreaktionen auf einen möglichen Verkauf der 50 Millionen Roche-Inhaberaktien deutlich stärker ausgefallen. In Vorwegnahme einer schwierigen Platzierung dieses insgesamt über 12 Mil­liarden Franken schweren Aktienpaketes gaben die Roche-­Titel deutlich nach.

Ein Problem einer Aktienplatzierung hätte sich damals in den wichtigsten Schweizer Aktienindizes ergeben, die damit eine noch stärkere Konzentration auf den Pharmasektor und auf Nestlé erlebt hätten. Doch dieses Problem ist inzwischen behoben, zumindest, was den Swiss-Market-Index, das Kursbarometer der 20 grössten Titel am Markt, anbelangt. Seit Mitte September wird der Index so berechnet, dass kein einzelner Titel mehr als 18 Prozent erreichen kann.

Daniel Zulauf

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