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Poker Casino umgeht Verbot mit Coop-Gutscheinen

Trotz Verbot bietet das Swiss Poker Casino im Kanton Schwyz seinen Kunden weiterhin Pokerrunden an. Mit Gratisteilnahmen und Coop-Gutscheinen versucht es das Poker-Verbot zu umgehen. Coop weiss nichts von der besonderen Ehre und unterstützt die Aktion nicht.

Christian Bütikofer
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Keystone

Das Bundesgericht in Lausanne verbietet gewerbliche Pokerspiele für Casinos, die nicht staatlich lizenziert sind. Das beeindruckt Markus Blöchliger-Bortolini vom Swiss Poker Casino in Siebnen wenig. Auf der Website kündet er an: «Wir werden ab sofort wieder Pokerturniere anbieten.»

Nach wie vor wird es dort Gewinne geben, die Teilnahme sei kostenlos. Mit dem Kniff der Kostenlosigkeit versucht Blöchliger-Bortolini die Rechtsprechung aus Lausanne zu umgehen.

Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) wird sich das neue Geschäftsmodell der Swiss Poker AG genau anschauen, meinte ESBK-Untersuchungschefin Andrea Wolfer.

«Wir fördern das nicht und unterstützen das nicht»

Als Gewinne bringt Blöchliger-Bortolini Coop-Gutscheine unter die Spieler. Sobald weitere rechtliche Fragen abgeklärt worden seien, werde man versuchen, die Gutscheine mit Bargeld zu ersetzen, sagte er der «Zürichsee-Zeitung». Denise Stadler von der Coop-Pressestelle in Basel meinte gebenüber a-z.ch, dass zwischen Coop und Blöchliger-Bortolinis Firma keine Zusammenarbeit bestehe: «Wir fördern das nicht und unterstützen das nicht.»

Und sie meint weiter: Coop verkaufe gar keine Gutscheine mehr sondern so genannte Geschenkkarten. Und für die gebe es kein Geld.

Markus Blöchliger-Bortolini kennt sich seit Jahren bestens aus, wenns um Geschäfte im Graubereich geht: Mit seiner B und P Dienstleistungen GmbH zockte er in der Schweiz massenhaft bei Unternehmen mit Adressbuchformularen ab.

Mit geschickten Formulierungen verschleierte er den horrende Preis von über 800 Franken im Kleingedruckten. Wer darauf hereinfällt und die «Offerte» unterschrieb für einen Eintrag auf eine Webseite unterschrieb, bei dem versuchte Blöchliger-Bortolini dann mit einer eigenen Inkassofirma das Geld einzutreiben.