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Poly Recycling verlässt Weinfelden

Das Management der Resilux-Gruppe sieht in Weinfelden keine langfristigen Perspektiven mehr. Deshalb zügelt die Poly Recycling AG nach Bilten ins Glarnerland.
Stefan Borkert
Alte PET-Flaschen sind der Rohstoff der Poly Recycling AG. (Bild: Reto Martin)

Alte PET-Flaschen sind der Rohstoff der Poly Recycling AG. (Bild: Reto Martin)

Weinfelden verliert bis zum Jahresende ein Unternehmen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Poly Recycling AG, eine Firma der Resilux-Gruppe, noch vor Jahresende beabsichtigt, den Standort nach Bilten zu verlegen. Als Begründung gibt die Konzernmutter Resilux an, man sehe in Weinfelden keine langfristige wirtschaftliche Perspektive. Weiter heisst es in einem Communiqué, nach Evaluierung diverser Szenarien sei die Wahl auf den Standort Bilten gefallen.

Bilten ist auch der Sitz der Resilux Schweiz AG, die aus den Fertigprodukten der Poly Recycling AG Vorformen für Flaschen, sogenannte PET-Preforms, herstellt. Die Integration der beiden Prozesse unter einem Dach werde weitere Synergien in der Verbesserung der PET-Kreislaufwirtschaft bringen, äussert sich Resilux überzeugt. Mit dem geografischen Zusammenschluss beider Unternehmen werde die Vorreiterrolle der Schweiz im PET-Kreislauf weiter gefestigt, heisst in der Mitteilung weiter.

Arbeitsplätze verschwinden

Mit dem Standortwechsel geht auch ein Abbau von Arbeitsplätzen in Weinfelden einher. Das Unternehmen sei bestrebt, die Auswirkungen des Standortwechsels auf die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten, schreibt Resilux dazu. Laut der Internetseite der Poly Recycling sind am Standort Weinfelden 40 Mitarbeiter beschäftigt. Die Poly Recycling gehört zu den führenden Kunststoffrecyclingfirmen in Europa. Das Unternehmen rezykliert hauptsächlich PET. Rohstoff sind alte PET-Flaschen. Diese Wertstoffe kommen laut Poly Recycling vorwiegend aus der Schweiz, zum Teil auch aus den angrenzenden Ländern. Das Rohmaterial werde auf modernsten Anlagen automatisch gewaschen, sortiert und zu speziellen Granulaten extrudiert. Hauptanwendungen für das Poly-PET-Mahlgut und -Regranulat sind Fasern, Folien und Verpackungsbänder. Zunehmend seien die PET-Mengen für die Herstellung von Mehrschichtflaschen und Engineering Plastics, heisst es bei der Poly Recycling weiter.

Einst unter dem Dach der Model AG

Das Unternehmen ist 1975 in Weinfelden gegründet worden. Unter dem Dach und der Obhut der Model AG wuchs die verarbeitete Materialmenge von 1986 von 10'000 Tonnen bis 1997 auf bis zu 26'000 Tonnen. Heute sind es gegen 25'000 Tonnen. Das Unternehmen wechselte mehrfach den Besitzer und gehört seit Oktober 2017 zur belgischen Resilux-Gruppe.

Resilux mit Hauptsitz im belgischen Wetteren ist als Hersteller von PET-Preforms und -Flaschen der grösste Abnehmer von rezykliertem PET in der Schweiz und war Grosskunde der Weinfelder Poly Recycling AG. Die neue Eignerin Resilux hatte den Kauf damit begründet, ihr Geschäftsmodell zu erweitern. Die operative Leitung verblieb beim General Manager von Poly Recycling, Casper van den Dungen.

Aus einer PET-Flasche wird Granulat: Die Poly Recycling in Weinfelden ist in der Schweiz führend in Sachen PET-Wiederverwertung. (Bild: Reto Martin)

Aus einer PET-Flasche wird Granulat: Die Poly Recycling in Weinfelden ist in der Schweiz führend in Sachen PET-Wiederverwertung. (Bild: Reto Martin)

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