Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Statt Hybrid oder Elektro: Postauto kauft 145 neue Dieselbusse

Postauto investiert 50 Millionen Franken für den Kauf von Dieselbussen. Elektrobusse sind derzeit kein Thema.
Philipp Felber
Ein Postauto auf der Furka-Passstrasse. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, 14. Juli 2018)

Ein Postauto auf der Furka-Passstrasse. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, 14. Juli 2018)

Der gelbe Riese steckt noch tief in der Aufarbeitung des Postautoskandals. Erst vor zwei Wochen kam es zu einer Razzia am Posthauptsitz in Bern durch die Bundespolizei. Doch das Geschäft bei der Konzerntochter geht weiter. Dieser Tage hat die Postauto AG die Beschaffung von 145 neuen Bussen in die Wege geleitet. Kostenpunkt: um 50 Millionen Franken.

Wie das Unternehmen auf Anfrage bestätigt, setzt die Post vor allem auf herkömmliche Dieselbusse. Noch vor kurzem liess das Unternehmen via «Blick» verbreiten, dass man langfristig CO2-frei durch die Schweiz kurven möchte. In einem Zwischenschritt würde man vor allem auf Hybriddiesel setzen, hiess es damals. In der Ausschreibung werden nun aber nur gerade fünf solcher Busse erwähnt, der grosse Rest sind Dieselbusse.

Eine Alternative wären Elektrobusse gewesen. Diese werden bei Postauto derzeit aber nur zu Pilotzwecken eingekauft. Eine Serienbestellung sei in diesem Jahr nicht vorgesehen, so die Post. Das hat auch damit zu tun, dass die Preise für Elektrobusse höher sind als für Dieselfahrzeuge.

Was mit den alten Bussen passiert, ist noch unklar. In der Schweiz werden sie nicht bleiben. «Im Ausland ist die Nachfrage nach den moderneren und gut gewarteten Schweizer Occasionsbussen sehr hoch», heisst es auf Anfrage. Insgesamt umfasst der Fuhrpark der Post 2400 Fahrzeuge. In den fünf letzten Jahren hat Postauto fast 1000 neue Fahrzeuge beschafft.

Neuer Finanzchef übernimmt

Doch nicht nur im Wagenpark bahnen sich Änderungen an. Nach zahlreichen Abgängen konnte das Unternehmen am Dienstag eine wichtige Neubesetzung bekanntgeben. Der SBB-Mann Benno Bucher wird Finanzchef der angeschlagenen Posttochter. Er übernimmt die Aufgabe, das Vertrauen in den Betrieb – vor allem was die Finanzen anbelangt – wiederherzustellen.

Aufgearbeitet sind die Machenschaften rund um den Subventionsgelderbetrug noch nicht. Insgesamt geht es um einen Betrag von fast 80 Millionen Franken, die zu viel in die Kassen von Postauto geflossen sein sollen. Als Folge des Skandals musste Postchefin Susanne Ruoff das Unternehmen verlassen. Pascal Koradi, der frühere Finanzchef von Postauto, räumte seinen Stuhl als Chef der Aargauischen Kantonalbank. Postautochef Daniel Landolf wurde kurz vor seiner Pensionierung freigestellt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.