Coronakrise
Promi-Koch Ivo Adam vor der Restaurant-Wiedereröffnung: "Viele kleine Beizen werden das nicht schaffen"

Ab Montag, 11. Mai, dürfen Restaurantbetriebe unter gewissen Vorlagen und Schutzmassnahmen wieder Gäste bedienen. Ivo Adam ist Geschäftsführer des Casino Bern. Er kann die Massnahmen gut umsetzen, sagt er, sieht aber auch die Grenzen des Machbaren für andere, vor allem kleinere Beizen.

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Maximal vier Personen an einem Tisch und zwischen den Gästen an den verschiedenen Tischen zwei Meter Abstand. Das sind nur die wichtigsten Regeln für die Schweizer Restaurants, die ab Montag wieder Gäste bedienen dürfen. Hinzu kommen umfangreiche Hygiene- und Schutzmassnahmen, die bis zum Erfassen der Kontaktdaten der Gäste reichen.

250 Plätze zählt Ivo Adams Casino Bern im Innenbereich. Etwa 90 davon können er und seine Mitarbeiter wieder besetzen ab dem 11. Mai. Jedoch gelten angepasste Öffnungszeiten und einige Bereiche des Lokals bleiben geschlossen. Gewisse Tische wiederum wurden zwar aus ästhetischen Gründen nicht entfernt, dafür aber mit dem Hinweis versehen, sie frei zu halten.

Kommen die Gäste überhaupt?

Erst, nachdem der Betrieb wieder gestartet ist, kann der Gastronom beurteilen, ob das Angebot und die Ressourcen weiter angepasst werden müssen. Denn noch unklar ist für Ivo Adam, "ob die Berner überhaupt schon wieder bereit sind, auswärts essen zu gehen".

Starkoch Adam betont auch, dass es für viele Lokale nicht einfach ist, die Schutzmassnahmen umzusetzen. "Für ein Quartierbeizli ist das ein riesiger Aufwand und ich bin der Meinung, es gelingt den wenigsten kleinen Lokalen, die Massnahmen umzusetzen", sagt er. Es benötige eine "gewisse Grösse und Struktur", um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Wenn es aber möglich sei, dann sei die Wiedereröffnung am 11. Mai eine Chance. (smo)