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REISEN: Vorsicht: Spitalkosten sind Ferienverderber

Ein Spitalaufenthalt ausserhalb Europas kann Reisende teuer zu stehen kommen. Kostspielig ist er vor allem in den USA, in Kanada, Australien und Japan. Doch auch die Privatkliniken in günstigen Ländern stellen hohe Rechnungen.
Rainer Rickenbach
Rund 50 000 Schweizer verunfallen und erkranken jedes Jahr im Ausland. (Symbolbild: Getty)

Rund 50 000 Schweizer verunfallen und erkranken jedes Jahr im Ausland. (Symbolbild: Getty)

Rainer Rickenbach

Die Rechnungen der amerikanischen Spitäler sind berüchtigt. Bis zu 10 000 Franken verrechnen sie für den Aufenthalt bei ihnen – pro Tag. Schweizer mit einer normalen Grundversicherung, die in den USA notfallmässig ein Krankenhaus aufsuchen müssen, bleiben oft auf einem schönen Teil der Kosten sitzen. Denn ihre Krankenkassen zahlen für die Behandlungskosten im Ausland höchstens 3200 Franken pro Tag (siehe Kasten). Für die Mehrkosten muss der Versicherte selber aufkommen.

In Kanada, Japan, Australien oder Singapur fallen die Spitalkosten für die Patienten in der Regel ebenfalls höher aus als in der Schweiz. Ähnlich verhält es sich indes auch in Ländern, die zwar als günstig gelten, deren top ausgestatteten Privatkliniken aber kostspielig sind. In Brasilien oder Thailand hat die medizinische Versorgung auf europäischem Niveau ihren Preis.

Bescheidene Versorgung in staatlichen Spitälern

«Viele Schweizer sind sich der Deckungslücke nicht bewusst», warnt der Internet-Vergleichsdienst Comparis in einer Mitteilung. Sein Krankenkassen-Experte Felix Schneuwly sagt: «Touristen aus der reichen Schweiz werden oft gerne und ungefragt in ein teures Privatspital gebracht. Da fallen dann Kosten in unbestimmter Höhe an.» Es bieten sich indes auch kaum Alternativen, denn die günstigeren staatlichen Spitäler in Asien oder Lateinamerika bieten oft eine bescheidene Versorgung.

Nach Schätzungen von Comparis verunfallen und erkranken jedes Jahr etwa 50 000 Schweizer im Ausland. Für einen kleinen Teil von ihnen zieht das Unglück einen Spitalaufenthalt nach sich. Bei der Krankenversicherung Concordia Schweiz zum Beispiel geht man von jährlich etwa 1150 Fällen aus, die eine stationäre Behandlung im Ausland notwendig machen. Häufigste Ursachen sind gemäss CSS-Sprecherin Christina Wettstein Magen- und Darmerkrankungen sowie Unfälle.

Ein Ferien-Verderber sind Krankheit und Unfälle alleweil, in den EU-Ländern brauchen die Schweizer Touristen wenigstens nicht mit schmerzlichen Kostenfolgen zu rechnen. Die Gesundheitskosten liegen dort unter dem schweizerischen Niveau, die maximal 3200 Franken pro Tag reichen in der Regel aus. «Die Krankenkassen übernehmen in diesen Ländern die selben Kosten, wie sie für einen Krankenversicherten des Behandlungslandes ausgerichtet würden. Es gilt dabei das Krankenversicherungsgesetz des jeweiligen Landes», heisst es bei der Concordia. Eine Ausnahme bildet Frankreich, weil dort die Patienten für hohe Selbstbehalte aufzukommen haben (siehe Kasten).

Reiseversicherung gegen die Kostenfalle

Comparis ortet für Schweizer Touristen ausserhalb Europas eine Kostenfalle. Schneuwly empfiehlt, für Fernreisen eine Reiseversicherung abzuschliessen. Die werden von verschiedenen grossen Versicherungsgesellschaften und Krankenkassen angeboten. Auch Kreditkarten- Gesellschaften wirken bei dem Geschäft mit. Die Reiseversicherungen der Concordia und der CSS decken notfallbedingte Heilungskosten im Ausland ohne Kostengrenze nach oben ab. Zu den Leistungen zählen auch ambulante Behandlungen, Notfalltransporte und Rückführungen in die Schweiz.

Für Einzelreisen bis zu 17 Tagen kostet eine Reiseversicherung bei der CSS 30 Franken, als Jahresversicherung gibt es sie für 107.90 Franken. Die Familienversicherung ist für 60.60 beziehungsweise 218 Franken zu haben. Es gelten die gleichen Selbstbehalte und Franchisen wie bei der Grundversicherung.

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