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Rekordgewinne von US-Banken helfen Credit Suisse und UBS

Die Rekordzahlen von US-Finanzinstituten lassen die Aktien von Schweizer Grossbanken steigen.
Beat Schmid, SDA
Brian Moynihan, CEO der Bank of America während einer Podiumsdiskussion am diesjährigen WEF in Davos. Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (22. Januar 2019)

Brian Moynihan, CEO der Bank of America während einer Podiumsdiskussion am diesjährigen WEF in Davos. Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (22. Januar 2019)

Die Bank of America ist mit einem Rekordgewinn in das Jahr gestartet. Das Nettoergebnis legte im ersten Quartal um 6 Prozent auf 6,87 Milliarden Dollar zu. Die zweitgrösste US-Bank folgte auf JP Morgan, die bereits am Freitag Rekordzahlen vermeldete: Die Grossbank steigerte den Quartalsgewinn auf sagenhafte 9,18 Milliarden Dollar. JP Morgan verdiente damit in den ersten drei Monaten so viel wie die beiden Schweizer Grossbanken im ganzen letzten Jahr zusammen.

Die robusten Zahlen von Bank of America beflügelten die Finanztitel in der Schweiz. Die Aktien der Credit Suisse und der UBS legten um knapp 2 beziehungsweise 1,3 Prozent zu. Optimismus verbreitete vor allem das florierende Geschäft mit Privatkunden, die mehr Kredite nachfragten und auch ihre Kontoeinlagen erhöhten.

Ein steigender Zinsüberschuss sowie Einsparungen halfen der Bank of America über die Schwäche im Handel mit Aktien und Anleihen hinweg. «Das Wirtschaftswachstum und die Aktivitäten der Verbraucher in den USA bleiben solide», sagte Konzernchef Brian Moynihan. «Unternehmen jedweder Grösse nehmen Kredite auf und kurbeln die Wirtschaft an, die Kreditqualität ist stark.»

Credit Suisse holt in Asien auf

Die Privatkundensparte konnte ihren Gewinn um ein Viertel steigern. Die Bank of America ist mit den hohen Einlagen auf ihren Konten und ihrem grossen Hypothekengeschäft stärker von der Zinsentwicklung abhängig als andere US-Institute. Sie profitierte damit im besonderen Masse von den Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Während Banken in Europa über die weiterhin tiefen Zinsen klagen, hat die Fed die Leitzinsen mehrfach erhöht. Der Schlüsselsatz liegt aktuell bei 2,25 bis 2,5 Prozent. Das treibt den Zinsüberschuss der Banken, da die Zinsen, die sie für Kredite verlangen können, schneller steigen als die Zinsen, die sie auf Einlagen zahlen müssen. Der Zinsüberschuss der Bank of America legte um 5 Prozent auf 12 Milliarden Dollar zu, die Einlagen kletterten auf 1,36 Billionen.

Ein Grund, warum die Credit Suisse im gestrigen Handel stärker zulegte als die UBS, dürfte im Asiengeschäft liegen. Dort hat Letztere im vergangenen Jahr offenbar etwas Boden auf die Konkurrenz verloren. Die verwalteten Vermögen schrumpften nach einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Publikation «Asian Private Banker» um knapp 7 Prozent auf 357 Milliarden Dollar.

Damit ist die grösste Schweizer Bank zwar weiterhin die unangefochtene Nummer eins in der Region. Einige Wettbewerber rückten jedoch auf: Credit Suisse – die Nummer zwei – steigerte die Vermögen demnach um 1,5 Prozent auf 205 Milliarden Dollar. Auf Platz drei und vier rangieren HSBC und Julius Bär. Auch mit Blick auf die Kundenberater ist UBS mit 1138 die mit Abstand grösste Privatbank in Asien. Credit Suisse kommt mit 580 in etwa auf die Hälfte. Sämtliche Zahlen beziehen sich auf Asien ohne das lokale Geschäft in China. (bs/sda)

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