USA
Reuige Steuersünder liefern US-Fiskus 5,5 Milliarden Dollar ab

Eine Serie von Steueramnestien hat der US-Finanzbehörde IRS in den vergangenen zehn Jahren 5,5 Milliarden Dollar in die Kassen gespült, die von nicht deklarierten Guthaben im Ausland stammen.

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Steueramnestien spühlten 5,5 Milliarden Dollar in die Kassen

Steueramnestien spühlten 5,5 Milliarden Dollar in die Kassen

Keystone

Wie der IRS am Freitag in Washington mitteilte, haben sich mehr als 39'000 Steuerhinterzieher gemeldet, denen dadurch geringere Geldstrafen auferlegt wurden. Wer sich meldete, musste zudem nicht mehr mit einer Gefängnisstrafe rechnen.

Dies sei aber nicht der einzige Effekt der Amnestieprogramme, hiess es weiter. Die Steuerfahnder vermuten, dass Tausende anderer Steuerzahler still und heimlich zwischen 2007 und 2010 begonnen haben, Überseeguthaben zu deklarieren. Die Zahl habe sich in diesen Jahren auf 516'000 Konten fast verdoppelt. Das lasse darauf schliessen, dass etliche Steuerhinterzieher ihre Guthaben im Ausland mittlerweile versteuerten, ohne an den Amnestieprogrammen teilgenommen zu haben.

Eine halbe Million pro Auslandskonto

Der IRS hat seit 2003 immer wieder Programme aufgelegt, in deren Rahmen säumige Steuerzahler nicht deklarierte Einkünfte freiwillig nachmelden konnten. Die letzten drei in den Jahren 2009, 2011 und 2012 hätten den grössten Teil der 5,5 Milliarden gebracht. 2009 hatte die Schweizer Bank UBS zugestimmt, eine Strafe von 780 Millionen Dollar zu zahlen und Details von tausenden Konten zu nennen, die vermutlich von US-Bürgern am Finanzamt vorbei unterhalten wurden.

Der durchschnittliche Betrag auf den Konten lag bei 570'000 Dollar, wie eine Auswertung von 10'000 Fällen ergab, hiess es in dem Bericht. (sda)