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ROOT: Grösster Küchenbauer kauft zu

Die Veriset Küchen AG übernimmt den Fachhändler ISP-Küchen in Zofingen. Veriset-Inhaber Ueli Jost gestattet einen Blick hinter die Kulissen und verrät, wie das Unternehmen weiter wachsen soll.
Charly Keiser
Ueli Jost, Inhaber der Veriset Küchen AG in der Fabrikation in Root. (Bild: Werner Schelbert (11. Juli 2017))

Ueli Jost, Inhaber der Veriset Küchen AG in der Fabrikation in Root. (Bild: Werner Schelbert (11. Juli 2017))

Charly Keiser

Rückwirkend per Anfang 2017 übernimmt die Veriset Küchen AG aus Root die ISP-Küchen-Gruppe mit Sitz in Zofingen sowie Niederlassungen in Gümligen BE, Opfikon ZH, Muttenz BL und Camorino TI. Zu den 220 Veriset-Mitarbeitern kommen durch den Zusammenschluss 25 Angestellte von ISP hinzu. Der Rontaler Küchenbauer erzielte 2016 einen Jahresumsatz von gegen 50 Millionen Franken. Zwischen 20 und 30 Millionen Franken soll dieser durch die Akquisition steigen.

Die Veriset Küchen AG in Root ist einst als Auffanggesellschaft aus der konkursiten Vorgängerfirma hervorgegangen. Seit 2001 schreibt das Unternehmen eine äusserst bemerkenswerte Erfolgsgeschichte (siehe Box am Ende des Textes).

Auf Frankenschock frühzeitig reagiert

Mit der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro im Januar 2015 entstand zusätzlicher Druck auf hiesige Produktionsbetriebe. Trotzdem steigerte Veriset jährlich ihre Produktion. Das Geheimnis liegt in der Innovation, wie Geschäftsinhaber Ueli Jost verrät. Er kam 2001 als Sanierer vom Industriekonzern ABB zu Veriset. «Wir produzierten damals nur rund 3500 Küchen mit 215 Mitarbeitern», schaut Ueli Jost zurück.

Die zu jener Zeit von der Vorgängerin kolportierten Zahlen seien viel zu hoch gewesen. Während Jahren sei nicht investiert worden und darum die Produktion teuer und ineffizient gewesen, erklärt Jost. Veriset investierte darauf von 2001 bis 2017 rund 40 Millionen Franken in die Produktions- und IT-Technologie. «In den nächsten Jahren investieren wir weitere rund 15 Millionen Franken», verrät Ueli Jost.

Wechsel zur Dualstrategie

Der Kauf der ISP-Küchen ist eng mit besagter Strategie verknüpft. Denn seit dem Frankenschock fährt die Veriset eine Dualstrategie, sagt Veriset-Verkaufschef Peter Holliger. Wurden zuvor nämlich «nur» Küchen hergestellt und an die Fachhändler verkauft, beliefert Veriset heute in Koordination mit den Vertragsfachhändlern auch Generalunternehmen direkt ab Werk.

Im März hat Veriset den Fachhandelspartner Mundart Küchen & Haushaltsapparte AG in Wettingen gekauft. Und mit der Integration der ISP AG wird das Filialnetz um fünf weitere Standorte erweitert. Ab 1. Januar 2018 werden alle Verkaufsstellen unter dem Namen Veriset geführt. So auch die neue Verkaufsstelle in Rolle am Genfersee, die nach den Sommerferien eröffnet wird, wie Peter Holliger stolz erklärt.

Fachhandel bleibt wichtigster Vertriebskanal

Der Fachhandel bleibe auch nach der Übernahme der ISP der wichtigste Vertriebskanal, betont Peter Holliger. Bei grossen Objekten mit Hunderten von Küchen könne der Fachhandel aber preislich nicht mehr mithalten, und Veriset könne dann und mit dem Segen der Vertragsfachhändler direkt liefern, «um so die Auslastung zu gewährleisten und die Stückkosten entsprechend zu senken», wie Holliger sagt.

Mit dem Kauf der ISP und der Angliederung der Handelsorganisation geht die Strategie einher, Veriset als gesamtschweizerische Marke an allen zukünftigen Ausstellungen zu etablieren.

Im Moment produziert das Unternehmen jährlich rund 20000 Küchen. Veriset ist dabei auch weltweit führend in der Lasertechnologie in der Möbelbranche. «Die getätigten Übernahmen stärken unsere Stellung als grösster Küchenproduzent der Schweiz und sichern sowie vergrössern unseren Vertriebskanal», sagt Peter Holliger.

Durch die Übernahmen rüstet man sich bei Veriset auch für die Zukunft. «Es geht um die Sicherstellung der Produktionsauslastung in Root und damit auch um die Sicherung der Arbeits­plätze in der Region», sagt Geschäftsinhaber Ueli Jost. Ihm sei eine nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung der Firma wichtig. Der Unternehmer ­ergänzt: «So wie wir uns auch klar zum Produktionsstandort Schweiz bekennen.»

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