Rooter Küchenhersteller Veriset investiert 8 Millionen Franken in neue Produktionsstrasse

Die neue Anlage wird im April 2021 in Betrieb genommen.

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Ein Schwerlastkran hievte während zwei Tagen sechs Ladungen mit den schwersten Teilen der Anlage vom Tieflader auf die Rampe des Luzerner Küchenherstellers Veriset.

Ein Schwerlastkran hievte während zwei Tagen sechs Ladungen mit den schwersten Teilen der Anlage vom Tieflader auf die Rampe des Luzerner Küchenherstellers Veriset.

PD

(mim) Der Küchenhersteller Veriset mit Hauptsitz und Produktionsstandort in Root nimmt im April 2021 eine neue 70 Meter lange Anlage in Betrieb, welche die Möbelherstellung der nächsten Generation ermöglichen soll. Dies schreibt Veriset in einer Mitteilung. Das grösste Maschinenteil wiegt 14 Tonnen und ist 12 Meter lang – es ist von der Grösse mit einem Reisebus vergleichbar. Das Projekt umfasst die Renovierung einer Halle sowie die Eröffnung eines zweiten Werks, das bis zur Inbetriebnahme der Anlage in Betrieb ist. Insgesamt hat das Familienunternehmen dafür rund 8 Millionen Franken investiert, erklärt eine Sprecherin auf Anfrage.

Inhaber und Geschäftsführer Ueli Jost erklärt die Bedeutung hinter dieser Investition: «Mit dieser Anschaffung betonen wir einmal mehr unseren Glauben an den Produktionsstandort Root. Wir sichern Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass wir auch in Zukunft noch konkurrenzfähig produzieren können.»

Anlage hat wenig mit klassischer Holzbearbeitung zu tun

Die neue, massgeschneiderte Anlage gehört gemäss Veriset zu den weltweit führenden Exemplaren. Sie ist vollgepackt mit den neuesten Technologien: Von Lasertechnik bis hin zu optischen Überwachungsmodulen habe die Anlage wenig mit dem zu tun, was sich die meisten unter klassischer Holzbearbeitung vorstellen. Es sei eher eine Aneinanderreihung von Hightech-Instrumenten, weit weg von manueller Schreinerarbeit. Folglich sprechen die Rooter lieber von einer Produktionsstrasse, denn die Frontteile und Möbelseiten werden über Fliessbänder gefördert, vollautomatisch mit Kanten und Nuten versehen und anschliessend zum Zusammenbau weitergegeben. Ein Prozess, der normalerweise über mehrere Stationen läuft und der mit der neuen Anlage in einem Durchgang erledigt wird. Dadurch könne der Betrieb mehr Möbel in kürzerer Zeit produzieren und sichere so seine Konkurrenzfähigkeit langfristig ab – vor allem gegenüber dem Ausland, wie Veriset erklärt.

Die Anlage wurde bereits beim Produzenten in Deutschland für die Werksabnahme aufgebaut, getestet und wieder abgebaut. Jetzt fügt das Montageteam aus Deutschland sie zusammen mit Veriset-Mitarbeitern in Root wieder zu zusammen. Bis zum Jahresende wird die Anlage in der extra dafür umgebauten und renovierten 80 Meter langen und elf Meter breiten Halle fest installiert und verkabelt. Zum Produktionsstart im neuen Jahr fahren die ersten Möbelteile über die neue Anlage, bevor sie dann im April 2021 vollständig in den regulären Produktionsbetrieb integriert wird.