Rotkreuz
Mobility macht mit dem Bau von E-Ladestationen vorwärts

Bis zum Ende des Jahrzehnts will Mobility nur noch mit elektrischen Autos unterwegs sein. Nun holt die Genossenschaft Partnerfirmen aus der Zentralschweiz an Bord, um mehr Ladestationen zu bauen.

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Mobility will das Schweizer Netz von E-Ladestationen ausbauen.

Mobility will das Schweizer Netz von E-Ladestationen ausbauen.

Bild: Mobility

(mim) Seit einigen Jahren setzt der Rotkreuzer Carsharing-Anbieter Mobility auf Elektroautos. Ende 2019 startete die Genossenschaft eine grosse Offensive, bis spätestens 2030 sollen sämtliche 3000 Autos elektrifiziert sein. Doch es gibt ein Problem: Weil die Genossenschaft die Parkplätze für ihre geteilten Autos nicht selber besitzt, kommt die Installation von Ladestationen nur schleppend voran. Nun macht Mobility vorwärts.

Mit Juice Technology aus Cham, Evtec aus Kriens und Helion aus Zürich hat der Carsharing-Anbieter drei Partner an Bord geholt, mit denen der Ausbau des Ladestationen-Netzes vorangetrieben werden soll. Bis 2023 sollen schweizweit 300 Ladestationen bereitstehen - «mindestens», wie Mobility-Geschäftsführer Roland Lötscher betont: «Wir wollen so viele Ladestationen wie möglich, so schnell wie möglich. Der E-Mobilität gehört die Zukunft. Wir möchten als Vorreiter vorangehen.» Da Mobility ihre Parkplätze nicht besitzt, sondern mietet, wird entscheidend sein, ob und wann die Vermieter bei der Elektrifizierung mitziehen. Lötscher zeigt sich zuversichtlich: «Ich denke, die meisten Vermieter werden die Zeichen der Zeit erkennen und unser Angebot nutzen.» Dieses Angebot besteht darin, dass der Standorteigentümer den Netzanschluss zur Verfügung stellt, während Mobility ihrer eigene Ladelösung installiert. Dank dieser seien für die Kunden einheitliche Ladeprozesse garantiert, teilt das Unternehmen mit.

Die Juice Technology AG aus Cham liefert AC-Ladestationen, die Evtec AG aus Kriens DC-Ladestationen und Helion aus Zürich kümmert sich um den elektrischen Ausbau. Parallel dazu pflegt Mobility ihre Kooperation mit der SBB weiter, welche Mobility-Standorte an Bahnhöfen elektrifiziert. Sämtliche Mobility-E-Autos fahren mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien.

Ausserdem platziert Mobility im Verlauf des Aprils neu Ladekarten des Schnellladeanbieters Gofast in jedem ihrer Elektroautos. Mit ihnen kann man derzeit an rund 60 Standorten in der ganzen Schweiz unterwegs im Schnellverfahren nachladen.