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Rückschlag für Uber an der Börse

Uber hat sich mit der Ausgabe neuer Aktien rund 8,1 Milliarden Dollar bei Anlegern besorgt. Doch die Erwartungen waren noch deutlich höher gewesen.
Renzo Ruf, Washington
Das Uber-Logo zierte am Freitag das Gebäude des New York Stock Exchange.Bild: Mark Lennihan/AP

Das Uber-Logo zierte am Freitag das Gebäude des New York Stock Exchange.
Bild: Mark Lennihan/AP

Lange Gesichter an der New Yorker Börse am ersten Handelstag der Uber-Aktie. Obwohl Unternehmensvertreter betont hatten, dass sie eine konservative Bewertung des Papiers anstrebten, und obwohl der Ausgabepreis mit 45 Dollar am unteren Ende der angestrebten Preisspanne angesetzt wurde, brach der Kurs der Uber-Aktie am Freitagmorgen ein. Zwischenzeitlich verlor das Papier gegen 4 Dollar. Im späteren Handel stabilisierte sich die Aktie zwischen 44 und 45 Dollar, bevor sie zu Handelsende wieder abstürzte. Der Schlusskurs betrug gegen 41.60 Dollar pro Aktie, was einem Minus von rund 7,5 Prozent entspricht. Börsianer zeigten sich besorgt darüber, dass sich dieser Dämpfer negativ auf andere Unternehmen auswirken werde, die einen Börsengang planten – immer wieder genannt wurde etwa WeWork, das sich auf die Untervermietung von Büroräumlichkeiten spezialisiert hat.

Uber-Vertreter hingegen gaben sich gelassen. Konzernchef Dara Khosrowshahi sagte auf dem Wirtschaftssender CNBC, dass sich der Erfolg des Uber-Börsengangs nicht innerhalb von 24 Stunden messen lasse, auch weil das Marktumfeld aufgrund des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits angespannt sei. Und Uber-Finanzchef Nelson Chai ergänzte, dass sein Unternehmen geduldig sei. Die beiden hochrangigen Manager deuteten an, dass Vergleiche zwischen den beiden Fahrdienstvermittlern Uber und Lyft nicht zulässig ­seien; Uber sei schon jetzt ein ­Logistikunternehmen. Zumindest dieser Positionsbezug stiess an der Börse auf Zustimmung, verlor doch die Lyft-Aktie am Freitag zwischenzeitlich mehr als 11 Prozent ihres Wertes.

Für Uber, gegründet vor zehn Jahren, ist der Börsengang dennoch ein Rückschlag. Investoren hatten zuletzt darüber spekuliert, dass Uber gegen 120 Milliarden Dollar wert sei. Nun entschieden sich die Börsianer – basierend auf rund 10 Prozent des Aktienkapitals, das nun an der New York Stock Exchange gehandelt wird –, die Firma rund einen Drittel tiefer zu bewerten. Beobachter sagen, dass diese Korrektur letztlich auch Auswirkungen auf die Konsumenten haben werde. Weil nun sowohl Uber als auch Lyft nicht mehr privat seien, werde der Druck auf das Management steigen, die Verluste zu verringen. Und dies sei letztlich nur möglich, wenn die Fahrdienstleister ihre Preise erhöhten.

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