Rückstellung
Rückstellungen für Schulhaus dank erfreulicher Rechnung

Der Lüterkofer Gemeinderat verabschiedete die Rechnung mit einem Plus von rund 900 Franken zuhanden der Gemeindeversammlung. Dies nach Rückstellungen für das Schulhaus A3. Zudem beschloss der Rat, die Bauverwaltung künftig extern zu vergeben.

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Schulhaus Lüterkofen

Schulhaus Lüterkofen

Keystone

Marlene Sedlacek

Mit einem Einnahmenüberschuss von rund 900 Franken wird der Gemeinderat der Gemeindeversammlung die Rechnung 2008 zur Abstimmung vorlegen. «Budgetiert war ein Verlust von 200 000 Franken», erinnerte Gemeindevizepräsident Roger Siegenthaler (FdP) an der Gemeinderatssitzung.

Mit der Konsolidierung von Spezialfinanzierungskonti wie der Elektra, die bis jetzt über Steuergelder querfinanziert wurden, resultierte schliesslich ein Plus von 75 894 Franken. Davon will der Gemeinderat 75 000 Franken zur Vorfinanzierung des neuen Schulhauses für den Schulverband Bucheggberg A3 beiseite legen. Somit wäre bereits knapp eine halbe Million auf diesem Konto. Der Lüterkofer Anteil an diesen Neubau beträgt mit 1,2 Millionen Franken zehn Prozent der gesamten Kosten.

Schlechtere Zeiten in Aussicht

Für die kommenden Jahre erwartet Siegenthaler jedoch rote Zahlen. Ständig steigende gesetzliche Sozialkosten schlagen negativ zu Buche. Die Gemeinde muss allein für das letzte Jahr über 160 000 Franken an Ergänzungsleistungen zahlen. Im Jahr 2007 waren es noch 75 000 Franken. Infolge der positiven Rechnungen der letzten Jahre muss Lüterkofen 40 300 Franken Finanzausgleich an den Kanton leisten. «Wir werden erst in drei Jahren neu bewertet», erklärte Siegenthaler. Bis dahin müsse die Gemeinde halt untendurch.

Attraktivere Ämter

Nachdem das Präsidium der Bau- und Werkkommission seit dem letzten August vakant ist, und nun auch Manfred Loosli sein Amt als Bauverwalter niederlegt, will der Gemeinderat die Stelle der Bauverwaltung extern vergeben. Michel Aebi vom Ressort Bau erhofft sich damit, das Amt des Kommissionspräsidenten attraktiver zu machen. Der zeitliche Aufwand nähme tendenziell ab, da das Präsidium von administrativem Ballast erleichtert würde. Die Tätigkeiten der Kommission sollen sich vermehrt auf die politische Ebene verlagern.

Der Gemeinderat beschloss, die für eine Ausschreibung nötigen Unterlagen ausarbeiten zu lassen und entsprechende Offerten einzuholen. Ob sich auch andere Gemeinden dieser externen Bauverwaltung anschliessen wollen, ist diesen freigestellt.

Um die durch eine externe Verwaltung zu erwartenden Mehrkosten abzufangen, beantragte Michel Aebi, die Gebührentarife anzupassen. «Im Vergleich zu anderen Gemeinden erbringen wir viele Dienstleistungen gratis oder zumindest zu moderaten Tarifen», so Aebi. Die Mehrausgaben sollten in Zukunft nach dem Verursacherprinzip - als Gebühren - weiter verrechnet werden.