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Rückkauf sorgt für Ärger

Wer Hapimag-Aktien ­besitzt, darf Ferienanlagen in 16 Ländern nutzen. Pro Aktie erhält man jährlich eine Anzahl Punkte, welche die Aktionäre für die Aufenthalte einlösen können. Hinzu kommt eine Jahresgebühr für Nebenkosten. Das System baut darauf, dass neue Aktionäre solche ersetzen, die zum Beispiel aus Altersgründen aussteigen.

Wer Hapimag-Aktien erbt und diese nicht will, kann versuchen, sie zu verkaufen. Aktionäre haben die Wertpapiere in den letzten Jahrzehnten für 6000 bis 9000 Franken pro Stück gekauft, sagt ein Mitglied. Im Hapimag-Geschäftsbericht wird der aktuelle durchschnittliche Rückkaufpreis der Hapimag-Aktie mit 2032 Franken beziehungsweise 1865 Euro angegeben. Ein Hapimag-Mitglied sagt allerdings gegenüber unserer Zeitung: «Die Wirklichkeit sieht für die Hapimag-Aktionäre völlig anders aus.» Eine Abrechnung, die unserer Zeitung vorliegt, zeigt, dass Hapimag dem Aktionär zum Preis von 1803 Franken 121 Wohnpunkte als «Rückkaufpreis» gutgeschrieben hat. Das ergibt 14.90 Franken pro Punkt. Zum Vergleich: Im Internet werden die Punkte für rund 3.50 Franken gehandelt. «Statt also den Betrag von 1803 Franken pro Aktie auszuzahlen, wird dem Aktionär auch noch unterstellt, er habe aktiv für diesen Betrag 121 Wohnpunkte gekauft», ärgert sich das Hapimag-Mitglied. Man müsse dies zähneknirschend akzeptieren, «denn sonst nimmt Hapimag die Aktien nicht zurück, und man darf weiterhin die überhöhten Jahresbeiträge zahlen.»

Darüber hinaus stelle sich die Frage, was der Aktionär mit den zwangsweise gutgeschriebenen Punkten anfangen soll, wenn er alt und krank sei und nicht mehr reisen könne, sagt das Mitglied.

Aktien an bestehende Mitglieder verkauft

Hapimag-CEO Hassan Kadbi betont, das Unternehmen sei als Schweizer Aktiengesellschaft nicht verpflichtet, die Aktien zurückzukaufen. Man habe in den letzten Jahren aber freiwillig ­wesentlich mehr Aktien zurückgekauft, als gemäss den verschiedenen derzeit gültigen Allge­meinen Geschäftsbedingungen (AGB) nötig gewesen wäre. Dies habe jedoch zur Folge gehabt, dass aktuell viele Aktien im Depot lägen, die Hapimag zuerst wieder verkaufen müsse.

Das Problem: Hapimag schafft es seit geraumer Zeit nicht, neue Aktionäre zu gewinnen. Unter anderem auch deshalb, weil die Kosten für Hapimag-Ferien in den letzten Jahren stark angestiegen sind. 2016 hat Hapimag lediglich 265 Aktien verkauft. Im vergangenen Jahr habe man diese Zahl zwar auf 1628 gesteigert, sagte gestern Hapimag-Chef Hassan Kadbi. Er räumt allerdings ein: «Käufer dieser Aktien waren vor allem bestehende Aktionäre.» Sie bekommen dadurch einen Rabatt auf dem Jahresbetrag. «Ob dies eine seriöse Geschäftspolitik ist, kann angezweifelt werden», sagt Aktionärsvertreter Hans-Jacob Heitz dazu. (mim)

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