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Rückschlag für «Swiss Skies»: Zwei Gründungsmitglieder verlassen das tollkühne Airline-Projekt

Mit bis zu 16 Flugzeugen sollte die neue Fluggesellschaft ab Basel im Sommer abheben. Daraus wurde nichts. Und nun verlassen zwei Manager das Team.
Benjamin Weinmann
Damals war er noch zuversichtlich: Gründungsmitglied Armin Bovensiepen verlässt Swiss Skies. Bild: Alexandra Wey

Damals war er noch zuversichtlich: Gründungsmitglied Armin Bovensiepen verlässt Swiss Skies. Bild: Alexandra Wey

Da waren’s nur noch drei. Die noch nicht existierende Fluggesellschaft „Swiss Skies“, einst mit vier Managern gestartet, hat einen erneuten Rückschlag erlitten. Am Dienstag wurde bekannt, dass einer der vier Gründungsmitglieder, der Deutsche Armin Bovensiepen, zur Airline SunExpress wechselt, einer Tochtergesellschaft der Lufthansa und Turkish Airlines. Bovensiepen wird dort neuer Strategiechef.

Ein Swiss-Skies-Sprecher bestätigt den Abgang – und nennt einen weiteren. So sei Harald Vogel inzwischen Partner bei einer Zürcher Managementsberatungs-Firma. Als Grund für die beiden Wechsel nennt der Sprecher die Tatsache, dass die Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel längere Zeit in Anspruch nehme als geplant.

Das wagemutige Airline-Projekt „Swiss Skies“, mit ihrem rechtlichen Holdingsitz in Zug, hätte eigentlich bereits Mitte 2019 startklar sein sollen. Vier Manager hatten im Herbst 2018 ihre Pläne angekündigt und damit in der Schweizer Aviatik-Branche für Furore gesorgt. 16 Flugzeuge und 100 Millionen Franken Startkapital waren das Ziel, um ab dem Flughafen Basel und anderen europäischen Flughäfen günstige Langstreckenflüge anbieten zu können. Über 5000 Stellen sollten dadurch in der Region entstehen.

Erst im Juli mussten die Projektleitenden aber einräumen, dass ihre Pläne Makulatur sind (CH Media berichtete) und ein Start Mitte 2019 nicht machbar ist. Diesen Herbst sollten neue „substanzielle Nachrichten“ folgen, hiess es. Und der Sprecher betonte damals: „Das Team arbeitet weiterhin intensiv am Gelingen des Vorhabens.“

Dies sei weiterhin der Fall, so der Sprecher. Das Team von den verbliebenen Gründern Alvaro Oliveira und Philippe Blaise werde für die weitere Aufbauarbeit von mehreren Airline-Experten unterstützt, die sich aber noch im Hintergrund halten wollen. „Wir rechnen aus heutiger Sicht damit, dass wir bis Ende Jahr neue News haben werden,” sagt Alvaro Oliveira.

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