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SARNEN: Obwaldner Kantonalbank steigert Gewinn trotz «härterem Wettbewerb»

Die Obwaldner Kantonalbank hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich. Sie steigerte den Gewinn um mehr als 7 Prozent. Für den Kanton schauen über 9,2 Millionen Franken heraus.
Eingang zu einer Filiale der Obwaldner Kantonalbank in Engelberg. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Eingang zu einer Filiale der Obwaldner Kantonalbank in Engelberg. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Rainer Rickenbach
rainer.rickenbach@luzernerzeitung.ch

Von einem herausfordernden Umfeld war am Montag an der Bilanzmedienkonferenz der Obwaldner Kantonalbank in Sarnen die Rede. «Es wirken neue Mitbewerber mit. Der Wettbewerb wird darum immer härter, was den Niederschlag in sinkenden Zinsmargen findet», sagte Bankratspräsident Daniel Dillier. Gemeint hat er damit vor allem Versicherungen und Vorsorgestiftungen, die als Folge des akuten Anlagenotstandes im Kreditgeschäft mitwirken.

Geholfen hat der Bank hingegen die wirtschaftliche Entwicklung in Obwalden. Nach einem eher harzigen Start liefen die Geschäfte 2016 besser, als man es erwarten durfte. Dillier: «Es gab sehr viele gute Geschäftsabschlüsse.» Da reiht sich nun auch die Kantonalbank ein: Der Bruttogewinn für das vergangene Jahr summiert sich auf 29,84 Millionen Franken. Das sind 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr (siehe Tabelle). «Im aktuellen Umfeld bedeutet es ein sehr gutes Ergebnis», so Dillier.

In allen Geschäftsfeldern zugelegt

Profitieren vom Gewinn werden die Partizipanten. Sie erhalten wie bisher eine Dividende von 32 Prozent auf dem Nominalwert. An den Kanton gehen zudem insgesamt 9,24 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung für die Staatsgarantie.

Die Bank wuchs im Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden weiter. Sie legte in sämtlichen Geschäftsfeldern, also dem Zinsengeschäft, bei den Kommissionen und Dienstleistungen sowie beim Handelserfolg, zu. Die Kundenausleihungen stiegen um ein halbes Prozent auf 3,4 Milliarden Franken. Die Kundengelder wuchsen um 2,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken. Stabil, solid und sicher präsentiere sich das Geldinstitut, sagte CEO Bruno Thürig. Die Eigenkapitalquote bei den risikogewichteten Positionen beläuft sich auf 18,32 Prozent (Vorjahr 18,09 Prozent) und übertrifft den erforderlichen Wert um mehr als 6 Prozent. «Es gelang uns, die Risikosituation zu verbessern», so Thürig. Die Kantonalbank konnte nicht mehr benötigte Wertberichtigungen auf Kundenausleihungen von mehr als 2 Millionen Franken auflösen.

Das im Vorjahresvergleich verlangsamte Wachstum bei den Kundenausleihungen hat gemäss Thürig zwei Ursachen. Zum einen strebe die Bank kein Wachstum um jeden Preis an, sondern ziele auf qualitative Steigerungen bei den Ausleihen ab. «Andererseits amortisieren vor allem Firmenkunden mehr, als sie müssten. Sie bauen mit ihrem vorhandenen Geld lieber Verbindlichkeiten ab, als es auf einem Sparkonto zu belassen, auf dem es ohnehin keinen Zins gibt», so Thürig. Apropos Zinsen: Bankratspräsident Dillier erklärte, die Obwaldner Kantonalbank verrechne Geschäftskunden «in Einzelfällen» Negativzinsen. Die Privatkunden sollen aber auch in diesem Jahr davon verschont bleiben.

Der Geschäftsaufwand der Bank stieg um 1,3 Prozent auf 28,5 Millionen Franken. Gründe dafür sind ein höherer Personalaufwand, mehr IT-Kosten und zusätzliche Gebühren.

Bankführung nimmt Planung für «Feld» an die Hand

Hauptsitz Seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Gerichte mit den Plänen für einen neuen Hauptsitz der Obwaldner Kantonalbank an der Sarner Bahnhofstrasse. Zurzeit liegt der Fall zum zweiten Mal beim Bundesgericht. Wann das Urteil fällt, ist ungewiss. Der provisorische Hauptsitz der Bank mit ihren 151 Mitarbeitenden ist heute an der Rütistrasse 8 im Obwaldner Kantonshauptort. Das Grundstück gehört nicht der Bank.

Bauarbeiten in Giswil ohne Probleme

Die Kantonalbank verfügt indes über eine Standortalternative zur Bahnhofstrasse im Quartier Feld – bankintern als Plan B ein Begriff. Dort besitzt sie rund 8000 Quadratmeter Land. Der Zonenplan lässt in diesem Gebiet eine gemischte Zone für Gewerbe und Wohnen zu. Mit dem neuen S-Bahn-Anschluss hat diese Gegend eine Aufwertung erfahren. «Wir veranlassen nun einen Studienauftrag für den Standort im Feld-Quartier. Er soll deutlich machen, welche Möglichkeiten sich dort für uns bieten», sagte Kantonalbank-CEO Bruno Thürig gestern an der Bilanzmedienkonferenz. Als Vorentscheid für die Standortwahl will er den Studienauftrag indes nicht verstanden wissen. «Es geht uns darum, nicht noch mehr Zeit zu verlieren, sollte der neue Hauptsitz im Quartier Feld gebaut werden», so Thürig.

Für den Standort Bahnhofstrasse mit seinen rund 5000 Quadratmetern Fläche sprechen die zentrale Lage und die bereits geleisteten Planungskosten. Thürig: «Allerdings müsste man bei den ursprünglichen Plänen Anpassungen vornehmen. Denn das Bankgeschäft hat sich in den zurückliegenden Jahren weiterentwickelt.» Für den Standort im «Feld» spricht, dass ein Bau auf der grünen Wiese mehr Freiheiten bei der Planung zulässt.
Keine Probleme gibt es beim Neubau der Filiale in Giswil. Die Bauarbeiten sind im Gang, Eröffnung ist voraussichtlich im Dezember dieses Jahres.

rr

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