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SARNEN: Yunfeng Gao steigt bei Eberli aus

Der chinesische Investor verkauft seine Eberli-Sarnen-Aktien und realisiert den Umbau des Luzerner Hotels Palace alleine. Beim Umbau des Hotels Titlis arbeiten die beiden aber weiterhin zusammen.
Der chinesische Investor Yunfeng Gao am Montag, 4. April 2016, anlaesslich des Spatenstichs fuer den Neu- und Umbau des 5-Sterne Grand Hotels Titlis Palace, welches aus dem bisherigen Hotel Europaeischer Hof und auf dem Bauland des ehemaligen Hotel Kurpark in Engelberg entsteht. (KEYSTONE/Urs Flueeler) (Bild: Urs Flüeler/Keystone (4. April 2016))

Der chinesische Investor Yunfeng Gao am Montag, 4. April 2016, anlaesslich des Spatenstichs fuer den Neu- und Umbau des 5-Sterne Grand Hotels Titlis Palace, welches aus dem bisherigen Hotel Europaeischer Hof und auf dem Bauland des ehemaligen Hotel Kurpark in Engelberg entsteht. (KEYSTONE/Urs Flueeler) (Bild: Urs Flüeler/Keystone (4. April 2016))

Maurizio Minetti

Sechs Jahre nach seinem Einstieg bei der Eberli Sarnen AG hat der chinesische Investor Yunfeng Gao seinen Aktienanteil nun wieder verkauft, wie die Baufirma am Dienstag mitteilte. Am letzten Freitag besiegelten die Beteiligten den Deal: Die Aktien der Firma sind nun im alleinigen Besitz von CEO Alain Grossenbacher, Firmenpatron Toni Eberli sowie von René Affentranger. Letzterer ist seit 2012 Geschäftsführer der Eberli Bau AG. Affentranger sitzt neu im Verwaltungsrat der Eberli Sarnen AG anstelle von Gao.

Wie gross die jeweiligen Aktienanteile der drei Besitzer nun sind, gibt das Unternehmen nicht bekannt. Nur so viel: Grossenbacher und Affentranger besitzen die Mehrheit der Firma. Gao war 2012 mit einem Anteil von 28 Prozent bei Eberli eingestiegen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

«Palace» Luzern soll im Herbst 2019 eröffnen

Die Verantwortlichen betonen, dass der Ausstieg von Gao in gegenseitigem Einvernehmen geschehe. «Es gibt keinen Streit», so Grossenbacher auf Anfrage. Das bestätigt auch Elisabeth Wallimann, Marketingleiterin der Han’s Group, welche die Schweizer Hotels von Yunfeng Gao vereint. So kooperieren Eberli und Gao weiterhin beim laufenden Umbau des Hotels Titlis Palace in Engelberg. «Dieses Projekt führen wir gemeinsam weiter», sagt Grossenbacher.

Es sei schlicht der beste Zeitpunkt, um die Eigentumsverhältnisse bei Eberli und die weitere Zusammenarbeit neu zu regeln, heisst es unisono. Die gute Geschäftspartnerschaft zwischen Gao und Eberli werde weitergeführt. Gao hatte das von Eberli auf der Melchsee Frutt erbaute Hotel Frutt Lodge & Spa erworben und mit Eberli dort das zweite Hotel Frutt Family Lodge realisiert.

Für den Umbau des Hotels Palace in Luzern ist Eberli hingegen nicht mehr zuständig. Das Traditionshaus, das ebenfalls Gao gehört, soll für 100 Millionen Franken renoviert werden. Das Projekt wird in eine neue Organisationsform geführt: Zur Anwendung kommt ein Gesamtplaner-Modell mit Bauherrenvertretung durch Rolf Traxler, CEO der Zürcher Innoinvest AG. Die bestehenden Planerverträge werden von der First Swiss Hotel Collection AG, der Eigentümer- und Bauherrengesellschaft für das «Palace», übernommen. Mit der neuen Struktur dürfte Gao mehr Einfluss auf die Umbauarbeiten haben. Wallimann sagt, dass die Detailplanungen für den Umbau gut vorankommen. «Zeitnah» werde man mit dem eigentlichen Umbau beginnen. Die Eröffnung ist weiterhin für Herbst 2019 vorgesehen.

Offen für neue Projekte mit Yunfeng Gao

Eberli-CEO Grossenbacher betont derweil, man habe den Entscheid gefällt, um sich auf den Bau des Hotels Titlis Palace in Engelberg zu konzentrieren und das Projekt hinsichtlich der Hotel-Eröffnung Ende 2019 auf Kurs zu halten. Zudem sollten weitere Projekte wie die Pilatus-Arena in Kriens realisiert werden. Grossenbacher schliesst weitere Projekte mit Gao nicht aus. Geplant sei zurzeit aber nichts. Anfang Jahr hat Grossenbacher von Toni Bucher das Verwaltungsratspräsidium bei Eberli Sarnen übernommen (Print-Ausgabe vom 20. Dezember 2017). Die Firma, die unter anderem auch die Swissporarena realisiert hat, erwirtschaftet mit rund 150 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 100 Millionen Franken.

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