Galaxy S IV
Schau mir in die Augen Kleines: Dieses Handy folgt den Augen des Benutzers

Vergangene Nacht hat Samsung in New York das neue Galaxy S IV vorgestellt. Es wartet mit vielen neuen Software-Funktionen auf. Eine wirkliche "Killer-Applikation" ist aber nicht dabei.

Raffael Schuppisser, New York
Drucken
Teilen
Samsung Präs

Samsung Präs

Aargauer Zeitung

Samsung hat keinen Aufwand gescheut, um das Galaxy S IV ins recht Licht zu rücken. Über 3000 Journalisten, Analysten und Firmenkunden hat der koreanische Elektronik-Hersteller nach New York eingeladen, um in der prestigeträchtigen Radio Music City Hall ein Smartphone vorzustellen, das fast wie das Galaxy S III aussieht, aber um einige interessante Funktionen erweitert worden ist.

Das iPhone ist zurzeit das beliebteste Smartphone

Letztes Jahr hat Samsung den Marktanteil bei den Smartphones von 19,1 Prozent im Jahre 2011 auf 30,3 Prozent ausgebaut und damit Apple abgehängt. Massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat das Top-Handy Galaxy S III, das letzten Frühling auf den Markt kam. In den letzten Monaten sind jedoch die Verkäufe dieses Modells zurückgegangen. So hat Samsung im letzten Quartal 2012 gemäss den Marktforschern von Strategy Analythics lediglich 15,4 Millionen Galaxy S III verkauft. Im gleichen Zeitraum hat Apple 27,4 Millionen iPhone 5 und 17,4 Millionen iPhone 4S abgesetzt.

Im Jahre 2011 hatte Samsung am globalen Smartphone-Markt noch einen Marktanteil von 19,1 Prozent. Ende 2012 konnte der koreanische Konzern diesen auf 30,3 Prozent erhöhen und hat damit Konkurrenten Apple abgehängt. Massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat das Galaxy S3. Doch im letzten Quartal 2012 gingen die Verkäufe des To

Der Bildschirm ist von 4,8 Zoll leicht angewachsen auf 5 Zoll. Dennoch ist es Samsung gelungen, das Gerät leichter zu bauen. Es wiegt jetzt nur noch 130 Gramm und ist 7,9 Millimeter dünn. Diesen Unterschied merkt man, wenn man das Handy in die Hand nimmt. Wie zu erwarten war, bleibt Samsung seinem Design treue und setzt – anders als Apple – auf Plastik.

Mit Zwei Kameras gleichzeitig fotografieren

Neu löst das Display mit Full HD (1920 x 1080 Pixel) auf. Das war zu erwarten. Nicht bestätig hingegen hat sich ein Gerücht, demzufolge Samsung eine neue, Pholed genannte Bildschirm-Technik einsetzt, die weniger Strom verbraucht als die herkömmlichen LED-Displays.

Wenige überraschend ist auch die 13 Megapixel Kamera mit der das Galaxy S IV ausgerüstet ist. Aufregender als die Anzahl Megapixel sind jedch die neuen Kamerafunktionen. So lässt sich neu mit der Kamera auf der Vorder- und der Rückseite gleichzeitig fotografieren. Während man mit der Rückkamera ein Foto schiesst kann man sich im selben Moment mit der Frontkamera verewigen und dieses Portraitbild in einem Rahmen auf die Hauptaufnahme setzen.

Ebenso lässt sich mit der Funktion „Sound & Shot“ eine Tonspur zu einer Fotografie aufnehmen. Wer möchte kann die geschossenen Bilder gleich zu einem „Story Album“ verarbeiten. So nennt Samsung eine neue Funktion mit der man Bilder zu einem Fotoalbum arrangieren und mit Text versehen kann.

Berühren nicht mehr nötig

Neu ist auch die Funktion „Air View“. Fährt man mit einem Finger in der Luft über den Touchscreen ohne ihn zu berühren, und stoppt über der Betreffzeile einer E-Mail, so wird der Inhalt derselben in einer Vorschau angezeigt. Ohne Berührung lässt sich auch eine Bildergalerie anschauen mit einem Wink über der Frontkamera gelangt man zum nächsten Foto.

Wer möchte kann auch einstellen, dass beim Lesen einer Website oder einer E-Mail der Text automatisch nach oben scrollt. Dafür registriert die Frontkamera den Blick des Nutzers. Mit der gleichen Technik wir es auch möglich, dass ein Video stoppt, wenn man den Blick vom Display löst. Sobald man die Augen wieder auf den Bildschirm richtet, läuft der Film weiter.

Ende April im Handel

Für Reisende ist die Funktion-„S Translation“ gedacht. Damit lässt sich ein Satz, den man eins Mikrophon spricht in acht verschiedene Sprachen übersetzen – unter anderem Englisch, Deutsch und Chinesisch. Das funktioniert auch mit geschriebenen Worten. Da es sich hierbei nicht bloss um eine App handelt, sondern die Funktion in die Benutzeroberfläche integriert ist, lässt sich so beispielsweise auch eine E-Mail übersetzen.

Die Integration und das Zusammenspiel der verschiedenen Samsung eigenen Funktionen und Applikationen will der koreanische Konzern offenkundig vorantreiben. Zwar läuft das Galaxy S IV nach wie vor mit Googles Betriebssystem Android (genutzt wird die Version 4.2.2), doch kommen immer mehr eigene Softwarefunktionen dazu, über die andere Android-Geräte nicht verfügen. Diese sind zwar alle als technische Neuerungen interessant, eine wirkliche „Killer-Appliaktion“, mit der sich das Galaxy S IV bei nicht Technik-Aficionados vermarkten lässt, ist aber nicht dabei.

Das neue Samsung-Handy, das in dem Farben Weiss und Schwarz erhältlich sein wird, erscheint in der Schweiz Ende April zum Preis von 799 Franken.