Schmolz+Bickenbach: Kleinaktionär wehrt sich

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(mim) Beim Luzerner Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach (S+B) könnten die Ereignisse rund um die Kapitalerhöhung vom letzten Januar neu aufgerollt werden. Ein Kleinaktionär von S+B hat bei der Übernahmekommission (UEK) eine entsprechende Eingabe gemacht. In der Anzeige, die der «Handelszeitung» vorliegt, verlangt der Aktionär, dass die UEK erneut «ein Verfahren über die Angebotspflicht von Martin Haefner betreffend S+B eröffnet». Der Hauptaktionär soll dazu verpflichtet werden, ein öffentliches Übernahmeangebot für 45 Rappen pro Aktie zu lancieren.

Hintergrund ist die Kapitalerhöhung bei S+B vom Januar, bei welcher der Besitzer des Autoimporteurs Amag, Martin Haefner, die Kontrollmehrheit übernahm. Die Finanzmarktaufsicht Finma entband ihn damals von der Pflicht, allen Aktionären eine Offerte machen zu müssen. Kurz nach dem Finma-Entscheid kaufte Haefner allerdings vom drittgrössten Aktionär ein substanzielles Paket zu 45 Rappen pro Aktie ab. Diese Handlung müsse in die Beurteilung einfliessen, argumentiert der Kleinaktionär in seiner UEK-Eingabe.