Schmolz+Bickenbach schliesst Refinanzierung ab

Finanzierungsvereinbarungen mit den Banken und Grossaktionär Big Point unterzeichnet.

Drucken
Teilen

(mim) Der Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach (S+B) hat die bis März 2025 laufenden neuen Finanzierungsvereinbarungen mit den Banken und seinem Grossaktionär Big Point unterzeichnet. Der bereits bestehende Konsortialkredit wurde um 90 Millionen Euro von 375 Millionen Euro auf 465 Millionen Euro erhöht. Gleichzeitig wurde die Laufzeit auf fünf Jahre bis März 2025 verlängert, teilte das Luzerner Unternehmen am Mittwoch mit.

Ebenso wurde dem Unternehmen von seinem Grossaktionär Big Point um Amag-Erbe Martin Haefner, der knapp die Hälfte der Aktien hält, ein Aktionärsdarlehen über 95 Millionen Euro mit gleicher Laufzeit gewährt. Auch wurde die Laufzeit der bestehenden forderungsbesicherten Finanzierung (ABS-Programm) über 230 Millionen Euro plus 70 Millionen US-Dollar bis März 2025 verlängert.

Im Rahmen der Refinanzierung hat das Unternehmen zudem am 31. März 2020 die allermeisten seiner laufenden Anleihen mit einer Laufzeit bis 2022 im Volumen von knapp 329 Millionen Euro zurückgezahlt. Die Rückzahlung wurde durch den Kontrollwechsel im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung vom 8. Januar ausgelöst.

Der Stahlkonzern plant eine Restrukturierung und identifiziere laufend zusätzliche Massnahmen, so die Mitteilung weiter. Die Auswirkungen der Coronakrise seien bereits spürbar und derzeit prüfe man, in welchen Ländern und von welchen Gesellschaften staatliche Unterstützung beantragt werden könne. Dabei stehe die Sicherung der Arbeitsplätze und Liquidität im Vordergrund.