Schock für 562 Mitarbeiter von General Electric im Aargau: Ihnen droht die Kündigung!

Heute um 11 Uhr hat der amerikanische Konzern General Electric die Mitarbeiter am Standort Oberentfelden informiert: ihre Jobs werden ins Ausland verlagert, vor allem nach Frankreich. Noch im Juli hatte man ihnen versprochen, sie könnten zum Standort Birr wechseln.

Patrik Müller, Niklaus Vontobel und Katja Schlegel
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Büros und Fabrik der GE General Electric in Oberentfelden (ehemals Sprecher + Schuh)

Büros und Fabrik der GE General Electric in Oberentfelden (ehemals Sprecher + Schuh)

Daniel Vizentini (dvi) / Aargauer Zeitung

Wie General Electric am Freitagmittag mitteilt, soll der Standort Oberentfelden nicht nach Birr verlagert, sondern aufgelöst werden. Es würden 436 Stellen in Oberentfelden wegfallen. Dazu kommen noch die Arbeitsplätze von 126 Temporärangestellten. Laut Gewerkschaftsinformationen verlieren auch sie ihren Arbeitsplatz. Damit verschwinden total also 562 Arbeitsplätze.

57 Stellen würden in der Schweiz beibehalten. Diese Stellen stammten hauptsächlich aus den Bereichen F&E, Fulfilment, Commercial sowie Services zur Betreuung der installierten Basis in der Schweiz, schreibt GE. Ob die Stellen nach Frankreich oder in andere Länder verschoben werden, wie kolportiert, dazu machte das Unternehmen in der Medienmitteilung keine Angaben.

Noch ist der Entscheid offenbar nicht definitiv. Die Massnahme liegt "zur Prüfung" beim Europäischen Betriebsrat des Konzerns. Das Unternehmen hält fest: Die endgültige Entscheidung (...) wird erst dann getroffen, wenn die Konsultationsverfahren des Europäischen Betriebsrats sowie auch auf lokaler Ebene in der Schweiz abgeschlossen sind." Damit wird Ende Jahr gerechnet.

Das Unternehmen will vom Stellenabbau Betroffenen eine interne Stellenvermittlung anbieten. Bei vergleichbaren Massnahmen hätten über 90 Prozent der Mitarbeitenden am Ende ihrer Anstellung eine neue Stelle gefunden.

Grund für den erneuten Stellenabbau seien düstere Zukunftsaussichen im Markt, vor allem im Bereich "gasisolierte Schaltanlagen".

Damit wird ein neues Kapitel geschrieben in der traurigen Geschichte seit der amerikanische Grosskonzern General Electric, vom französischen Riesen Alstom das Gasturbinengeschäft übernommen hat.

  • Mitte 2018 hatte GE angekündigt, dass in Oberentfelden 50 Stellen gestrichen würden. Die restlichen 500 würden im Frühling 2019 nach Birr verlegt, der Standort Oberentfelden werde aufgehoben.
  • Im Februar 2019 hiess es dann: Das Werk in Oberentfelden „laufe sehr gut“, es sei voll ausgelastet und werde deshalb doch nicht geschlossen, die Arbeitsplätze würden nicht nach Birr verlegt.
  • Im Dezember 2019 enthüllte dann unsere Zeitung, dass GE das Areal in Oberentfelden verkauft hat. An das Transportunternehmen Dreier AG mit Sitz in Suhr. Die 500 Jobs würden nun doch nach Birr verlagert, allenfalls nach Turgi.
  • Und jetzt, heute Morgen, wurde an einer Mitarbeiterinformation erklärt, dass alles anders ist. Die Geschäfte laufen offenbar schlecht, die Jobs könnten nicht nach Birr verlagert werden, sondern würden wegfallen. Von Mitarbeiterseite her wurde die Information dahingehend gedeutet, dass Teile der Geschäfte nach Frankreich, Indien und China verlegt werden könnten, möglicherweise auch nach Italien.

Wie General Electric am Freitagmittag mitteilt, soll der Standort Oberentfelden nicht nach Birr verlagert, sondern aufgelöst werden. Es würden 436 Stellen in Oberentfelden wegfallen. 57 Stellen würden in der Schweiz beibehalten. Diese Stellen stammten hauptsächlich aus den Bereichen F&E, Fulfilment, Commercial sowie Services zur Betreuung der installierten Basis in der Schweiz, schreibt GE. Ob die Stellen nach Frankreich oder in andere Länder verschoben werden, wie kolportiert, dazu machte das Unternehmen in der Medienmitteilung keine Angaben.

Noch ist der Entscheid offenbar nicht definitiv. Die Massnahme liegt "zur Prüfung" beim Europäischen Betriebsrat des Konzerns. Das Unternehmen hält fest: Die endgültige Entscheidung (...) wird erst dann getroffen, wenn die Konsultationsverfahren des Europäischen Betriebsrats sowie auch auf lokaler Ebene in der Schweiz abgeschlossen sind." Damit wird Ende Jahr gerechnet.

Das Unternehmen will vom Stellenabbau Betroffenen eine interne Stellenvermittlung anbieten. Bei vergleichbaren Massnahmen hätten über 90 Prozent der Mitarbeitenden am Ende ihrer Anstellung eine neue Stelle gefunden.

Grund für den erneuten Stellenabbau seien düstere Zukunftsaussichen im Markt, vor allem im Bereich "gasisolierte Schaltanlagen".