Schötz/Sursee
Holzbaufirma Renggli baut Deutschlands grösstes Holzmodul-Werk

In dem neuen Werk sollen ab 2024 auf rund 20’000 Quadratmetern Produktionsfläche Holzmodule für mehrgeschossige Gebäude hergestellt werden.

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Visualisierungen des Holzmodul-Werks in Eberswalde.

Visualisierungen des Holzmodul-Werks in Eberswalde.

Visualisierung: Render-Manufaktur Berlin

Die Renggli AG baut ihr Geschäft in Deutschland aus. Das Holzbau- und Generalunternehmen mit Sitz in Schötz und Sursee baut gemäss einer Mitteilung Deutschlands grösstes Holzmodul-Werk für die Errichtung mehrgeschossiger Gebäude. Das Vorhaben läuft über die Tochterfirma Renggli Deutschland GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der vier Gesellschafter Renggli AG, Saxovent Smart Eco Investments GmbH, Sächsische Ärzteversorgung (SAEV) und der MQ Real Estate GmbH. Die Renggli AG hält an der Firma eine Minderheitsbeteiligung und engagiert sich als Know-how- und Kompetenz-Träger, erklärt das Unternehmen.

Das neue Werk entsteht im nordostdeutschen Eberswalde, rund 40 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Im Februar 2022 wurde der Kaufvertrag für das Grundstück der Produktionsstätte unterzeichnet. Der Baustart erfolgt im dritten Quartal 2022, die Fertigstellung auf Ende 2023. In dem Werk sollen ab 2024 auf rund 20’000 Quadratmetern Produktionsfläche Holzmodule für nachhaltige und klimagerechte, mehrgeschossige Gebäude hergestellt werden. Zum finanziellen Volumen macht Renggli keine Angaben.

Das Potenzial für den seriell und industriell gefertigten Holzmodulbau im Grossraum Berlin sei gross, heisst es weiter. Beim Modulbau werden ganze Raumeinheiten im Produktionswerk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Wie Renggli weiter schreibt, werde das Engagement in Deutschland die Tätigkeiten in der Schweiz nicht tangieren. Die Renggli AG werde, parallel zum Aufbau in Deutschland, in der Schweiz wie geplant die Marktposition weiter stärken und in die Digitalisierung und Weiterentwicklung des Unternehmens investieren. Im Produktionswerk in Schötz realisiert das Unternehmen weiterhin Gebäude in Element- und Modulbauweise. (mim)

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