Schurter lagert Logistik aus und schliesst Standort Slowakei

Imbach Galliker übernimmt 16 Lagermitarbeiter von Schurter. Der Standort in der Slowakei wird geschlossen.

Maurizio Minetti
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Peter Galliker (links), CEO des gleichnamigen Logistikunternehmens, und Christian Holzgang, Chef von Schurter in der Schweiz.

Peter Galliker (links), CEO des gleichnamigen Logistikunternehmens, und Christian Holzgang, Chef von Schurter in der Schweiz. 

PD

Der Stadtluzerner Hersteller von Elektrokomponenten Schurter hat sich entschieden, die Lagerlogistik per April 2020 an einen externen Partner zu vergeben. Wie es in einer Mitteilung heisst, wird das Logistikunternehmen Imbach Galliker das Lager übernehmen. Auf Anfrage erklärt Gruppen-CEO Ralph Müller, dass 16 Mitarbeitende von der Auslagerung betroffen sind: «Alle Angestellten werden übernommen.» Es sei geplant, das Lager dieses Jahr in ein Provisorium zu zügeln und es 2022 in das neue Logistikzentrum von Imbach Galliker im Littauerboden zu überführen.

Die Platzverhältnisse an der Werkhofstrasse waren bei Schurter schon seit Jahren knapp. Müller betont, dass der Schritt aus einer Position der Stärke geschehe. «Wir machen uns bereit für das Wachstum, das wir in den kommenden Jahren erwarten. Der Standort an der Werkhofstrasse ist für die Logistik langfristig nicht geeignet.» Schurter konzentriere sich auf die Kernkompetenzen Entwicklung und Produktion, während sich Imbach Galliker um die Weiterentwicklung der Lagerlogistik kümmere. Bekanntlich baut Schurter derzeit neue Büro- und Produktionsflächen am Luzerner Standort.

83 Personen verlieren in der Slowakei ihre Stelle

Ausserdem gab Schurter bekannt, dass der slowakische Standort bis Mitte Jahr geschlossen wird. Davon betroffen sind 83 Mitarbeitende. Ein entsprechender Sozialplan sei erarbeitet worden. Durch diese Schliessung und dem damit verbundenen Produktionstransfer nach Tschechien und Rumänien sollen Stellen an diesen beiden Stand-orten aufgebaut werden. 

Durch verschiedene Akquisitionen in der Vergangenheit verfügt die Schurter-Gruppe für die Komponentenfertigung über acht Produktionsstätten. Mit dem Ausbau des Standortes in Tschechien und der geplanten Erweiterung in Rumänien im Jahr 2021 sei der Schwerpunkt für die Komponentenfertigung in Osteuropa gegeben, so die Mitteilung.

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