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SCHWINGEN: Das Fest der Superlative

In zehn Tagen beginnt der grösste Sport­anlass der Schweiz. Das einst traditionelle Fest ist längst ein Millionengeschäft geworden.
Ernst Meier
Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac Ende August wird ein neuer Besucherrekord erwartet. Die grosse Arena, die dafür errichtet wird, befindet sich auf dem nahe gelegenen Militärflugplatz in Payerne. (Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott)

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac Ende August wird ein neuer Besucherrekord erwartet. Die grosse Arena, die dafür errichtet wird, befindet sich auf dem nahe gelegenen Militärflugplatz in Payerne. (Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott)

Ernst Meier

Ein Festgelände, so gross wie 130 Fussballfelder, das grösste temporäre Stadion der Schweiz mit 52 016 Plätzen, sechs Festzelte und zwei Hallen, mehrere Grossleinwände, Bühnen und Verpflegungsstände – das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, das am übernächsten Wochenende auf dem Militärflugplatz in Payerne stattfindet, wird alles Bisherige in den Schatten stellen. Die Veranstalter rechnen von Freitag bis Sonntag mit gegen 300 000 Besuchern. Wenn das Wetter mitspielt, könnte der Rekord vom Eidgenössischen vor drei Jahren in Burgdorf gebrochen werden (siehe Grafik).

Das Eidgenössische fand 2001 in Nyon letztmals im «geschlossenen Kreis der Schwingerfamilie» statt. Das Rahmenprogramm blieb vernachlässigbar klein. Drei Jahre später in Luzern wurde das Eidgenössische erstmals mit einem grossen Volksfest kombiniert. Die «Schwingermeile» auf der Horwerstrasse oder das Unterhaltungsangebot in den Festzelten und der Messehalle lockten Tausende von Besuchern an. Seither strömen immer mehr Junge an den nationalen Anlass, der stetig grösser wird und manchenorts ans «Oktoberfest» erinnert. Der sportliche Teil ist praktisch unverändert geblieben: Nach wie vor treten maximal 280 Schwinger zum zweitägigen Wettkampf an, der Sieger ist Schwingerkönig.

Budget von 29 Millionen Franken

Die Zahlen zu den Kosten und den Einnahmen zeigen die Entwicklung der letzten Jahre auf: 2001 betrugen die Kosten 7,9 Millionen Franken. Damals resultierte letztmals ein Defizit, weil die Einnahmen nur 7,5 Millionen Franken betrugen. 2004 in Luzern kamen die Kosten ebenfalls auf 7,9 Millionen Franken, bei Einnahmen von 8,9 Millionen. Beim letzten Eidgenössischen in Burgdorf schloss die Abrechnung mit Einnahmen von 26,2 Millionen Franken (Kosten: 25,7 Millionen).

Nicht nur die wachsende Zahl an Festbesuchern macht diesen Gigantismus möglich. Auch die Sponsoren werden zahlreicher und spendierfreudiger. Die sechs Hauptsponsoren sollen heuer je 1 Million Franken zahlen, wie zu vernehmen ist. Der Betrag ist mit Gegenrechten verbunden (bei der Migros etwa das Catering). Das Budget für Estavayer 2016 liegt bei 29 Millionen Franken – neuer Rekord für ein Schwingfest.

7.5 Mio. Franken

So hoch waren die Mehreinnahmen durch Sponsoren 2013 gegenüber 2001. Die Marketingausgaben stiegen um 4 Mio.

50 Prozent

So stark stiegen die Infrastrukturkosten zwischen 2007 und 2013, während sich die Grösse der Arena nur leicht veränderte.

Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Genietruppen der Schweizer Armee und Spezialisten des Gerüstbauers Nüssli bringen Ordnung in das Stangengewirr. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Impression von der grössten Stadion-Baustelle der Schweiz auf dem Militärflugplatz Payerne, wo die rekordgrosse Arena sowie die Festbauten aufgebaut werden. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Genietruppen der Schweizer Armee im Einsatz. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac laufen auf Hochtouren. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Die Gitterdrähte sind mit grossen Kunststoffplanen geschickt verdeckt. Die Auftritte der Sponsoren sind für einmal nicht in schreienden Farben gehalten, sondern schön in Holz- und Laubfarben eingelegt. Gerade deshalb fäll die Werbung auf. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
ESAF-Direktorin Isabelle Emmenegger und ihr Stellvertreter Rolf Gasser arbeiten in einem Büro: Hier laufen viele Fäden der grossen Organisation zusammen. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Impression von der grössten Stadion-Baustelle der Schweiz. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Eine ausgemusterte Mirage III steht beim Eingang zum Militärflugplatz Payerne und sorgt für einen Kontrast zur grossen Stahlarena im Hintergrund. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Der Kreisel vor dem Militärflugplatz in Payerne weist bereits auf das Grossereignis Ende August hin. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Knapp drei Wochen vor dem Eidg. Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac sind die Aufbauarbeiten für die Arena und den Festplatz noch in vollem Gange. Einzig das Chalet eines Bierbrauers steht schon fertig auf der Wiese und wartet auf Tausende von durstigen Besuchern. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
Genau auf diesem Punkt ist das Zentrum der Arena – hier wird der Schwingerkönig gekürt. (Bild: Swiss Image / Andy Mettler)
18 Bilder

Estavayer: Aufbauarbeiten fürs Schwing- und Älplerfest

Quelle: Studie Hochschule Luzern Wirtschaft (Bild: Grafik Janina Noser / Neue LZ)

Quelle: Studie Hochschule Luzern Wirtschaft (Bild: Grafik Janina Noser / Neue LZ)

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