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Schwyzer Bitcoin-Firma plant ICO

Unity Investment aus Altendorf will 30 Millionen Franken aufnehmen und Rechenzentren in der Schweiz aufbauen. Dort sollen Bitcoins und andere Kryptowährungen produziert werden.
Maurizio Minetti
Von links nach rechts: Richard Kobler, Sean Prescott und Alex Fancelli von Unity Investment. (Bild: PD)

Von links nach rechts: Richard Kobler, Sean Prescott und Alex Fancelli von Unity Investment. (Bild: PD)

Ein neues Kryptounternehmen aus der Zentralschweiz plant eine Kapitalbeschaffung mittels Ini­tial Coin Offering (ICO). Mit dieser Finanzierungsform sammeln Jungunternehmen Kapital in Form von etablierten Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether bei Anlegern ein und geben im Gegenzug neue digitale Währungen aus. Das so eingenommene Geld investieren sie dann in den Aufbau ihres Geschäftsmodells.

«Wir möchten mindestens 30 Millionen Franken einnehmen», sagt Sean Prescott, CEO und Gründer der Unity Investment AG in Altendorf. Das ICO soll im September dieses Jahres beginnen. An der Crypto Currency World Expo in Polen wurde das Start-up Mitte Juli mit dem Award für das beste Projekt aus dem Bereich ICO ausgezeichnet. Das im November 2017 gegründete Unternehmen ist laut Prescott bislang eigenfinanziert.

Gewinne werden den Investoren weitergegeben

Unity Investment will mehrere Rechenzentren in der Schweiz aufbauen und dort Bitcoins und weitere profitable Kryptowährungen produzieren. Das Geschäftsmodell dahinter: Bitcoin-Besitzer können ihr elektronisches Geld an andere transferieren. Diese Transkationen müssen in der ­dezentralen Bitcoin-Datenbank (Blockchain) erfasst werden. In der von den weltweit tätigen Bitcoin-Produzenten (sogenannte Miner) geführten Datenbank werden alle neuen Bitcoins und die Transaktionsgebühren an jene Miner gutgeschrieben, die am schnellsten eine ausstehende Transaktion validiert, verifiziert und in die dezentrale Datenbank gutgeschrieben hat.

Unity Investment glaubt, hier künftig zu den Besten zu gehören. Die damit erwirtschafteten Gewinne sollen den Investoren aus dem ICO wöchentlich gutgeschrieben werden.

Bis im Dezember dieses Jahres will die Firma in Jona SG (in einem früheren Gebäude des ehemaligen Verpackungsherstellers Petroplast Vinora) ein rund 3000 Quadratmeter grosses Rechenzentrum mit tausenden Rechnereinheiten aufbauen. Die Rechner werden mit erneuerbarer Energie betrieben. Ein weiteres Rechenzentrum ist im Kanton Aargau geplant. Dieses soll dann 7000 Quadratmeter gross werden. «Allein für das Rechenzentrum in Jona ­investieren wir 6 bis 7 Millionen Franken», sagt Prescott. Zur Anwendung kommen dort spezialisierte Rechner von Bitmain oder Canaan. Der chinesische Bitcoin-Hardware-Spezialist Bitmain hat sich erst vor wenigen Monaten in Zug niedergelassen. Prescott ist Informatiker und hat zuletzt zehn Jahre lang bei einem Zuger IT-Unternehmen gearbeitet. «Ich habe meine ersten Bitcoins 2012 geschürft», sagt der Zürcher.

«Günstiger als China oder Kanada»

Aktuell zählt das Unternehmen fünf Personen zum Kernteam, zusätzlich beschäftigt es rund zwei Dutzend externe Berater, Verkäufer und Techniker. «Alle sind in der Schweiz wohnhaft», betont Prescott. Gemäss Prescott bietet die Schweiz mehrere Vorteile, die entscheidend waren, dass sein Unternehmen in der Schweiz seinen Sitz hat. «Die Schweiz als ­Finanz- und Kryptonation bietet eine sehr hohe regulatorische Sicherheit sowie eine stabile technische Infrastruktur und Stromversorgung.» Ausserdem profitiere man von den sehr geringen Steuern und Stromkosten. «Unter dem Strich sind wir günstiger als China oder Kanada», meint Prescott. Das Projekt sei aber auch deshalb auf besonderes Interesse gestossen, weil ihm ein neues ICO-Modell zugrunde liege.

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