Elektroautos
Sein Elektroauto in nur 15 Minuten volltanken? ABB macht es möglich

Der Elektrotechnik-Konzern ABB hat eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Energieversorger RWE angekündigt. Das Ziel: Schon bald soll man Elektroautos europaweit in nur 15 Minuten aufladen können.

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Tesla Roadster: Die «Nummer Eins» unter den Elektroautos.

Tesla Roadster: Die «Nummer Eins» unter den Elektroautos.

Keystone

Der Schweizer Konzern für Elektrotechnik ABB wird in Zukunft mit dem deutschen Energieversorger RWE (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk) zusammenarbeiten. Gemeinsam will man ein europaweites Lade-Netz für Elektroautos anbieten.

Von acht Stunden auf 15 Minuten

Die RWE hat schon seit einigen Jahren ein europaweites Netz an Ladestationen aufgebaut. Jedoch werden diese noch über Wechselstrom-(AC-)Ladesysteme (normaler Strom, wie aus der Steckdose) betrieben. Um «vollzutanken» braucht man an einer solchen Station sechs bis acht Stunden.

Die ABB hat eine neue Technologie entwickelt, welche die ewige Wartezeit stark verkürzt. Das Gleichstrom-(DC-)Ladesystem reduziert die Wartezeit auf etwa 15 Minuten. Die Technik funktioniert wie folgt: Der Wechselstrom aus dem Netz wird nicht wie sonst üblich im Auto, sondern schon in der «Tanksäule» umgewandelt. Dadurch wird massiv Zeit gespart.

Von 8 Stunden auf 15 Minuten

Antonio Ligi, Pressesprecher der ABB: «Der Elektrowagen-Lenker kann das Auto an die Tanksäule anschliessen, gemütlich einen Kaffee trinken gehen und dann sofort abfahren. Das Auto wird wieder vollgetankt sein.»

Die Reduktion von acht Stunden auf eine Viertelstunde hat allerdings ihren Preis. Benutze man diese DC-Ladesysteme dauerhaft, verkürze sich die Lebensdauer der Batterie (verwandter Energiespeicher in Elektroautos) deutlich, berichtet die Zeitschrift «auto, motor und sport».

ABB liefert modernste Technologie

«Die Idee hinter der Zusammenarbeit ist, dass die ABB die modernste Technologie für das bereits bestehende RWE-Netz liefert», erklärt Ligi. Dadurch werden europaweit die neuen DC-Ladesysteme der ABB eingesetzt. Die Ladesysteme werden von der ABB produziert und danach an der jeweiligen Ladestation eingebaut.

Konkrete Pläne gibt es zurzeit noch nicht. Sie werden im nächsten halben Jahr ausgearbeitet. Für Ligi ist jedoch schon jetzt klar: «Für die ABB ist die Zusammenarbeit mit einem solch grossen Energieversorger optimal.» (cht)