Das Aus
Shakeria-Flop: Emmi-Konkurrent stellt Produktion ein

Das Milchgetränk Shakeria wurde 2010 als Konkurrenzprodukt zu Emmis Blockbuster Caffè Latte lanciert. Jetzt ist die Produktion eingestellt worden.

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Das Aus: Shakeria.

Das Aus: Shakeria.

Hinter Shakeria steckt Erich Kienle, der als Vater von Caffè Latte gilt. Der Deutsche war einst Marketingchef beim Luzerner Milchkonzern, machte sich dann aber selbstständig und spannte mit seinem Ex-Chef Walter Huber zusammen, der inzwischen Vorsteher der Migros-Industrie wurde. Die Migros-Industriefirma Bina in Bischofszell TG stellte Shakeria her.

Anfangs konnte Shakeria Erfolge erzielen. Kienle verdrängte gar Emmis Caffè Latte aus den Selecta-Automaten. Doch nun wurde die Produktion eingestellt, wie eine Bina-Sprecherin gegenüber der «Schweiz am Sonntag» bestätigt.

Über die Gründe schweigt Kienle. Doch das Ende hatte sich schon früher abgezeichnet. 2013 hatte der Discounter Denner die Shakeria-Becher ausgelistet. Kurz darauf zog selbst die Migros, Kienles grösster Absatzkanal, nach und nahm die Milchshakes mangels Erfolg aus dem Regal – aber auch um eigenen, neuen Kaffeegetränken Platz zu machen. Immerhin: Kienle hat mit Lattesso – einem noch ähnlicheren Caffè-Latte-Konkurrenzprodukt – einen zweiten Pfeil im Köcher. Damit läuft es besser.

In den Coop-Regalen behaupten die Getränke ihren Platz nebst Emmi- und Starbucks-Bechern. Produziert werden die Lattesso-Kaffees nicht von der Migros, sondern von der Walliser Milchgruppe Valait. «Lattesso wächst seit drei Jahren zweistellig», sagt Erich Kienle in der «Schweiz am Sonntag». Den frei gewordenen Platz in den rund 3000 nationalen Selecta-Automaten hat seit wenigen Tagen die Migros mit ihren Café-Royal-Bechern übernommen. Diese werden mit österreichischer Milch in Österreich hergestellt.