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Siemens avanciert in der Schweiz zum Branchenprimus

Während andere Industriebetriebe der Schweiz restrukturieren und teils ganze Sparten abstossen, bündelt Siemens seine Kräfte.
Maurizio Minetti
Matthis Rebellius im neuen Siemens Gebäude in Zug. (Bild: Werner Schelbert)

Matthis Rebellius im neuen Siemens Gebäude in Zug. (Bild: Werner Schelbert)

Am 1. April 2019 hat der gebürtige Wuppertaler Matthias E. Rebellius (54) die Leitung von Siemens Schweiz übernommen. Der Elektroingenieur folgt auf Siegfried Gerlach, der in Pension gegangen ist. Wenn ABB in einem Jahr den Verkauf der Stromnetzsparte an Hitachi abschliesst, wird Siemens hierzulande mit 5700 Angestellten der grösste industrielle Arbeitgeber sein. Zuletzt erwirtschaftete Siemens in der Schweiz einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden Franken.

Ebenfalls per 1. April hat sich der Siemens-Konzern eine neue globale Struktur gegeben. Aus fünf Industriesparten wurden drei weitgehend selbstständige Firmen geformt. Siemens Building Technologies, die Rebellius seit Januar 2015 als CEO leitete, wurde mit den Divisionen Energy Management und Control Products ergänzt. Daraus ist Smart Infrastructure (SI) mit einem Geschäftsvolumen von rund 14 Milliarden Euro entstanden. Geführt wird die neue Einheit von Cedrik Neike als CEO und Rebellius als COO. SI beschäftigt weltweit rund 70 000 Personen, davon rund 1700 am globalen Hauptsitz in Zug. Von diesen 1700 Angestellten arbeiten knapp 400 in der 2018 modernisierten Fabrik. Dort produziert Siemens vor allem Gebäudemanagementsysteme, aber auch Brandmelder, Heizungsregler, Ventile oder Stellantriebe.

Das Energie- und Gasgeschäft (Gas and Power) wird neu von Houston (Texas) aus geführt, das dritte Standbein Digital Industries hat den Hauptsitz in Nürnberg. Schliesslich gibt es die drei bereits ausgegliederten strategischen Bereiche Siemens Healthineers, Siemens Gamesa Renewable Energy sowie die Bahnsparte Siemens Mobility.

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