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SIKA-STREIT: Urs Burkard: «Wir kämpfen weiter»

Die Gründerfamilie Burkard und Saint-Gobain geben trotz Niederlage vor dem Kantonsgericht Zug nicht auf. Es droht der Weiterzug bis vor Bundesgericht. Urs Burkard nimmt Stellung.
Ernst Meier
Urs Burkard (59). Bild: Stefan Kaiser (Baar, 14. April 2015)

Urs Burkard (59). Bild: Stefan Kaiser (Baar, 14. April 2015)

Urs Burkard, das Urteil des Kantonsgerichts Zug ist eine herbe Niederlage für Ihre Familie. Wie erklären Sie sich die Deutlichkeit der Richter?

Die deutliche Einseitigkeit des Urteils hat uns überrascht. Es ist jedoch nicht rechtskräftig, und die Schenker-Winkler-Holding bleibt Hauptaktionärin. Ein Urteil, das Grundsätze des schweizerischen Aktienrechts in Frage stellt, muss von höheren Gerichtsinstanzen beurteilt werden können.

Sie sind seit 26 Jahren Sika-Verwaltungsrat. Die Vinkulierung, die dem Verkauf Ihrer Aktien an Saint-Gobain im Weg steht, war Ihnen immer bekannt. Haben Sie und Ihre Anwälte die rechtliche Situation falsch eingeschätzt?

Ich war bei der Einführung der Vinkulierung für Sika-Namenaktien dabei. Allen war glasklar, dass sich die Vinkulierung in den Statuten der Sika nicht auf den Verkauf von Aktien der Familienholding bezieht. Ich bin überzeugt, dass die gegenteilige Interpretation des Kantonsgerichts Zug der Beurteilung einer höheren Instanz nicht standhält.

Paul Hälg hat am Freitagabend Gesprächsbereitschaft signalisiert. Schon länger ist bekannt, dass Sika Ihnen Ihre Aktien abkaufen will. Damit würde die Firma selbstständig bleiben. Warum wollen Sie nicht darauf eingehen?

Wir sind gesprächsbereit. Gespräche müssen aber alle drei Parteien einbeziehen; wir bleiben an den Vertrag mit Saint-Gobain gebunden.

Die Sika-Mitarbeiter, Aktionäre, Investoren, Analysten und nun auch noch das Kantonsgericht Zug: Der Widerstand gegen Ihren Vertrag mit Saint-Gobain ist breit abgestützt. Warum kämpfen Sie trotzdem weiter?

Es gibt zahlreiche Befürworter unserer Lösung für die Nachfolgeregelung. Wir kämpfen weiter, weil wir der Überzeugung sind, dass uns Rechte entzogen werden, die uns gemäss Gesetz zustehen.

Der Streit dauert schon zwei Jahre. Das ist ungewöhnlich lange für einen Übernahmekampf. Wie geht es weiter?

Falls es Sika ernst meint mit der Gesprächsbereitschaft, muss Sika jetzt ihre Verzögerungstaktik aufgeben und mit Saint-Gobain zusammen an den Tisch sitzen und konstruktive Gespräche führen. Bedeutende Analysten bestätigen, dass die beiden Firmen zusammenpassen.

Hinweis

Urs Burkard (59) ist Sprecher der Sika-Gründerfamilie und vertritt diese im Verwaltungsrat.

Interview: Ernst Meier

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