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SMARTPHONES: Android als Allianz gegen Apple

Googles Betriebssystem Android dominiert den Handymarkt. Doch die Vielfalt der Hersteller hat auch Nachteile.
Auf Android basierende Geräte an einem Google-Event. (Bild: Tony Avelar/Key (San Francisco, 29. September 2015))

Auf Android basierende Geräte an einem Google-Event. (Bild: Tony Avelar/Key (San Francisco, 29. September 2015))

Vor zehn Jahren machte sich ­Unruhe in der Mobilfunkbranche breit. Apples iPhone war zwar gerade erst auf den Markt gekommen, aber es wurde bereits deutlich, dass das Smartphone das Zeug dazu hatte, das Geschäft umzukrempeln. Die Branche blies zur Aufholjagd. Der da- ma­lige Handy-Weltmarktführer ­Nokia setzte auf seine Betriebssysteme Symbian und Maemo. Microsoft versuchte weiter, mit dem Rückenwind seiner Windows-Plattform in den Smartphone-Markt vorzupreschen. Es gab Platzhirsche wie Blackberry mit seinen Telefonen mit Volltastatur und Innovatoren wie Palm.

Doch am 5. November 2007 formierte sich eine Industriegruppe, die alle bezwingen sollte: 34 Firmen bildeten die Open Handset Alliance zur Entwicklung des mobilen Betriebssystems Android. Die Idee war, eine quelloffene Softwareplattform zu entwickeln, die Hersteller gratis für ihre Geräte nutzen können, um rascher auf den Smartphone-Zug aufzuspringen. Zentrum der Allianz war der Internetkonzern Google, der bereits 2005 die Firma Android des Entwicklers Andy Rubin gekauft hatte. Zu den Gründungsmitgliedern der Android-Allianz zählten neben Google Handy-Anbieter wie Samsung, HTC und Motorola. Nach fast einem Jahr kam das erste Android-Smartphone G1 auf den Markt.

Blackberry, Nokia und Microsoft als Verlierer

Danach ging es rasch voran. Inzwischen bewegt sich der Marktanteil der Android-Telefone zwischen 80 und 85 Prozent, je nachdem, wie frisch ein neues iPhone auf dem Markt ist. An diesem Verhältnis werde sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern, prognostiziert Analystin Roberta Cozza vom IT-Marktforscher Gartner.

Alle anderen Mobilsysteme neben Apples iOS und Android haben den Wettbewerb verloren. Blackberry gab die Entwicklung eigener Geräte auf. Unter der Marke Blackberry baut heute ein asiatischer Partner Android-­Telefone, Nokia setzte 2011 auf Microsofts Windows Phone und scheiterte damit. Aktuelle Smartphones der Marke Nokia laufen ebenfalls mit Android. Microsoft machte mit Windows Phone und eigenen Geräten weiter, kündigte aber jüngst an, keine neuen Modelle mehr zu entwickeln. Apple versuchte, Androids Vormarsch mit Patentklagen aufzuhalten, doch erwies sich dies vor Gericht als kaum wirksam.

So konnte Android munter wachsen. Doch die Vielfalt, die für die schnelle Verbreitung sorgte, hat als Kehrseite die Fragmentierung des Ökosystems. App-Entwickler müssen Hardware mit verschiedensten Display-Auflösungen, Chips und ­anderen Bauteilen unterstützen. Zudem sind die Hersteller selbst für die Aktualisierung auf neue Android-Versionen und Sicherheitsupdates verantwortlich.

Die Dominanz des Betriebssystems im Smartphone-Markt hat auch die Regulierer alarmiert. So stört sich die EU-Kommission etwa daran, dass Smartphone-Anbieter, die Google-Dienste auf ihre Geräte bringen, immer das ganze App-Paket des Internetkonzerns nehmen müssen. Google kontert, das sei nötig, um die Kompatibilität der Geräte zu gewährleisten. (sda)

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