Nationalbank
SNB empfiehlt Kapitalerhöhung bei der CS

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) drängt die Grossbanken Credit Suisse und UBS zum weiteren Aufbau von Eigenkapital. Das verlusttragende Kapital soll deutlich erhöht werden.

Andreas Schaffner
Merken
Drucken
Teilen
UBS und CS sollen den Weg des Eigenkapital-Aufbaus fortsetzen (Symbolbild)

UBS und CS sollen den Weg des Eigenkapital-Aufbaus fortsetzen (Symbolbild)

Keystone

Schon im Vorfeld der Publikation sorgte der sogenannte Stabilitätsbericht der Schweizerischen Nationalbank (SNB), der jeweils im Sommer gleichzeitig mit dem Zinsentscheid bekannt gegeben wird, für Unruhe. In diesem Jahr legt die SNB ihren Fokus auf die Eigenmittelsituation bei den Grossbanken.

Hier kommt sie zum Schluss, dass die Kapitalausstattung mit hochqualitativem Kapital, das vollständig Verluste absorbieren kann, angesichts der gegenwärtige Risiken zu gering ist. Die sogenannte Leverage Ratio berechnet sie bei der Credit Suisse mit 1,7 % und bei der UBS bei 2,7%.

Die SNB schreibt ausdrücklich, dass beide Grossbanken derzeit einen Schock, wie die UBS ihn erlitten habe mit der gegenwärtigen Kapitalausstattung nicht absorbieren könnte. Die CS sei auch im internationalen Vergleich deutlich zu gering kapitalisiert. Die Credit Suisse müsse «den Kapitalaufbau beschleunigen und alles Mögliche unternehmen, um ihr verlusttragendes Kapital noch dieses Jahr deutlich zu erhöhen», sagt SNB-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine Danthine.

Im Vorfeld der Publikation des heutigen Berichts haben die Aktien der beiden Grossbanken schon gelitten, heute sank die Aktie um 9 Prozent nach Bekanntgabe dieser Aussage.